Pueblos Blancos

 

Olvera ist eine Gemeinde im Nordosten der „Sierra de Cádiz“, die an die Provinzen Sevilla und Málaga angrenzt. Die Stadt gehört zu den Pueblos Blancos (Weiße Dörfer). Sie wurde im Jahr 1877 durch Alfonso XII. zur Stadt erklärt.

Olvera, eine Stadt mit maurischen Wurzeln, wurde 1327 von Alfonso XI. erobert und in das Königreich Kastilien eingegliedert. Die Wiederbesiedlung durch die Christen erfolgte mit Hilfe einer Carta puebla (Besiedlungsrecht). Während des Unabhängigkeitskrieges diente Olvera als Hauptquartier eines französischen Truppenabteilung.

Olvera wurde im Jahr 1983 zum Komplex von kunsthistorischem Interesse erklärt, mit mehreren zivilen und religiösen Monumenten von großem künstlerischen und architektonischen Wert. Außerdem finden in der Gemeinde mehrere Feierlichkeiten statt, die als Feste von touristischem Interesse eingestuft wurden, wie z.B. die Karwoche und der „Lunes de Quasimodo“ (Quasimodo-Montag), die älteste Wallfahrt der Provinz Cádiz.

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GASTRONOMIE

FEIERLICHKEITEN

ROUTEN

KULTURERBE

Kulturerbe

Lavadero de Pino (Waschplatz)

Der Lavadero de Pino (Waschplatz) wurde von den Bewohnern der Gegend als Waschplatz genutzt. Obwohl er hauptsächlich zwischen 1685 und 1750 zum Einsatz kam, dauerte seine Nutzung bis Mitte des 20. Jahrhunderts an. Der Zugang erfolgt über einen Innenhof, und links davon befindet sich der Bereich, in den das Wasser eindrang.

Capilla del Arte (Kunst-Kapelle)

Ein weiteres religiöses Bauwerk in Olvera ist die „Capilla del Arte“ (Kunstkapelle), ein Tempel im Barock-Stil aus dem 17. Jahrhundert, der an der Ortsgrenze zur Gemeinde Torre-Alháquime liegt.

Rathaus von Olvera

Das Rathaus von Olvera wurde 1783 erbaut und war das erste Gebäude mit institutionellen Funktionen in der Stadt. Das architektonisch schmucklose Gebäude im klassischen Stil wurde bis zum Jahr 1968, als es seine heutige Form erhielt, mehrfach umgebaut. Im ersten Stock befindet sich das Stadtarchiv.

Burg von Ayamonte, Carasta oder Vallehermoso

Die Burg von Ayamonte, Carasta oder Vallehermoso ist eine Festung, die in der Nähe der Landstraße von Antequera errichtet wurde, die Olvera mit Almargen verbindet. Sie liegt einige Kilometer von der Stadt entfernt auf einem Kamm aus Kalkstein. Das Schloss ist nur über eine Rampe zugänglich, die zum Gebäude führt. Im Innenbereich der Anlage sind ein Gebäude und ein lang gestreckter Turm erhalten geblieben. Der Burgfried diente als Schutz für das Eingangstor und in seinem unteren Teil befindet sich eine Zisterne. Das Gebiet wurde bis vor kurzem noch als Viehgehege genutzt.

Kirche El Socorro

Die Kirche El Socorro wurde 1945 im Gotik-Mudéjar-Stil erbaut, nachdem ein Blitzschlag einen Tempel zum Einsturz gebracht hatte, der an der gleichen Stelle stand und zu Ehren von „Nuestra Señora de la Encarnación“ dort errichtet worden war. Gegenwärtig beherbergt sie die Bildnisse des „Jesús Cautivo“ und der Jungfrau „Virgen del Socorro“.

Arabische Burg

Die Ende des 12. Jahrhunderts errichtete arabische Burg war bis zur Besetzung durch die Christen im Jahr 1327 Teil der Verteidigung des nasridischen Königreichs Granada. Dank ihrer strategischen Lage konnte man die Burggrenzen sehen, die das muslimische und das christliche Gebiet voneinander trennten.

Stadtmauer von Olvera

Die Stadtmauer von Olvera setzt sich aus Türmen und Fragmenten einer steinernen Festung zusammen, die aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist. Innerhalb dieser Stadtmauern lebten die Bürger, die durch die Mauer geschützt waren, die die Stadt von der Südseite der Burg aus umgab und entlang des heutigen Stadtviertels La Villa verlief.

Kulturzentrum Cilla

Das Kulturzentrum Cilla befindet sich in dem gleichnamigen Gebäude, das unter der Herrschaft des Hauses Osuna erbaut wurde. Obwohl seine Bauzeit nicht bekannt ist, weiß man, dass es zunächst zur Lagerung von Getreide, Obst und Ernteprodukten genutzt wurde. Das „Casa de la Cilla“ (Cilla-Haus) wurde mehrfach umgebaut, und erst Mitte des letzten Jahrhunderts traten die Nachfolger des Hauses Osuna das Gebäude an die Stadtverwaltung ab, die es als städtisches Gefängnis nutzte. Bei seiner letzten Renovierung wurde es in einen Weinkeller umgewandelt und beherbergt heute das Kulturzentrum, das Fremdenverkehrsamt der Gemeinde, eine archäologische Ausstellung und das Informationszentrum der „Vía Verde de la Sierra“.

Iglesia Arcipestral (Erzpriesterliche Kirche)

Die „Iglesia Arcipestral“ (Erzpriesterliche Kirche) ist ein neoklassisches Gotteshaus aus dem Jahr 1843, die auf den Fundamenten der ehemaligen Hauptkirche errichtet wurde, deren Apsis noch erhalten ist. Im Inneren befinden sich Altarbilder, die zuvor in anderen Kirchen von Olvera beherbergt waren.

Sanktuarium „Nuestra Señora de los Remedios”

Das Sanktuarium „Nuestra Señora de los Remedios“ ist ein weiteres religiöses Bauwerk in der Ortschaft. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist die Kultstätte der Jungfrau „Virgen de los Remedios“, der Schutzpatronin der Gemeinde. In der Nähe der Kirche findet die Wallfahrt „Lunes de Quasimodo“ statt.

Plaza de Abastos (Marktplatz)

Der „Plaza de Abastos“ (Marktplatz) in der Straβe Calle Mercado gilt als einer der belebtesten Plätze in Olvera. Neben seiner Nutzung als kommerzieller Raum beherbergt er eine Dauerausstellung über die zwischen 1986 und 2019 durchgeführten Ernten.

Peñón del Sagrado Corazón

Der „Peñón del Sagrado Corazón de Jesús“ ist ein Ort in Olvera, der sich durch die Schönheit seiner Landschaft auszeichnet. Ursprünglich war es eine christliche Siedlung, die sich im Konflikt mit den Nasriden befand. Die Enklave diente als Beobachtungsposten für muslimische Aktivitäten und war aufgrund der dichten Vegetation auch ein Ort, der Schutz bot. Heute verfügt dieses Freizeit- und Erholungsgebiet über eine üppige Flora und Vegetation sowie über Terrassen, die dank der angebrachten Treppen auf verschiedene Weise zugänglich sind. Im Jahr 1929 wurde die Statue „Sagrado Corazón de Jesús“ auf dem höchst gelegenen Punkt dieser Felsformation aufgestellt.

Kirche San José

Eines der religiösen Einrichtungen der Stadt ist die Kirche San José, eine kleine Kirche aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Sie wurde dank der Spenden von Einwohnern der Gemeinde errichtet und seither schrittweise weiter ausgebaut. Sie befindet sich im Viertel „La Peña“ und an ihrer Fassade ist San José, der Schutzpatron von Olvera, abgebildet.

Barrio de la Villa

Das Barrio de la Villa ist dafür bekannt, dass es zusammen mit der „Plaza de la Iglesia“ (Kirchplatz) und der Burg in der Nasridenzeit Teil des Stadtzentrums war. Dieses Gebiet ist entsprechend der Unregelmäßigkeiten des Geländes angeordnet, sodass es insgesamt 13 enge Straßen, unebene Häuser und Albarradillas gibt. Der Die Türme „Torre del Pan“ oder der „Torre de los Olivillos“ liegen in diesem Stadtviertel, Bauten, die auf die arabische Vergangenheit der Gemeinde hinweisen.

Friedhof der Pfarrgemeinde

Der Pfarrfriedhof dient als Gemeindefriedhof, dessen Struktur auf das 19. Jahrhundert zurückreicht, als man damit begann, am Rande der Burg die ersten Grabstätten anzulegen. Der Friedhof wird von der mittelalterlichen Festung und dem Hügel, auf dem er gebaut ist, bewacht. Er bietet eine unvergleichliche Aussicht auf die Region.

Routen

Kultur-Route zum Sanktuarium

Die Kultur-Route zum Heiligtum Los Remedios ist ein Wanderweg, der auf der alten Straβe der Gemeinde zur Wallfahrtskirche „Ermita de los Remedios“ verläuft. Auf unserem Weg stoßen wir auf den Lavadero de Pino (Waschplatz), ein traditionsreicher Ort in Olvera, der noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde. In der Wallfahrtskirche wird die Schutzpatronin der Stadt, die Jungfrau „Virgen de los Remedios“, verehrt. Ihr Heiligtum befindet sich vor der „Herriza de los Remedios“ (hochgelegenes Ödland), wo am Quasimodo-Montag die Wallfahrt stattfindet.

Vía Serrana Jacobea

Die Wanderroute „Vía Serrana Jacobea“ verbindet Gibraltar mit Sevilla und führt u. a. durch die Gemeinden Setenil, Torre Alháquime und Olvera. Die Route ist mit der „Via Augusta“ verbunden und führt über die „Vía de la Plata“ nach Santiago de Compostela. Der Abschnitt, in dem Olvera gelegen ist, beginnt an der Wallfahrtskirche „Ermita de los Remedios“ und durchquert die Stadt bis zur „Vía Verde“ (Grüner Weg), wo sich geologische Sehenswürdigkeiten wie das Tal Guadalporcún, der Peñón de Zaframagón und die Nordhänge der „Sierra de Líjar“ befinden.

Kultur-Route zum Sanktuarium

Die Kultur-Route zum Heiligtum Los Remedios ist ein Wanderweg, der auf der alten Straβe der Gemeinde zur Wallfahrtskirche „Ermita de los Remedios“ verläuft. Auf unserem Weg stoßen wir auf den Lavadero de Pino (Waschplatz), ein traditionsreicher Ort in Olvera, der noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt wurde. In der Wallfahrtskirche wird die Schutzpatronin der Stadt, die Jungfrau „Virgen de los Remedios“, verehrt. Ihr Heiligtum befindet sich vor der „Herriza de los Remedios“ (hochgelegenes Ödland), wo am Quasimodo-Montag die Wallfahrt stattfindet.

Naturreservat Peñón de Zaframagón

Das Naturschutzgebiet „Peñón de Zaframagón“ liegt an der Vía Verde de la Sierra und grenzt an Cádiz und Sevilla. Das 1989 zum Naturschutzgebiet erklärte Gebiet ist zu einem Ort mit einzigartigen und herrlichen Aussichten geworden. Das Reservat ist 584 Meter hoch und wird vom Fluss Guadalporcún von der „Garganta del Estrechón“ durchquert, eine Schlucht, die der Fluss auf natürliche Weise ausgegraben hat. „El Peñón“ ist die Heimat von Vögeln wie Gänsegeiern, Uhus, Habichtsadlern und anderen Arten.

Peñón del Cerretillo

El Peñón del Cerretillo befindet sich in der Calle Victoria und ist eine 2010 angelegte Grünfläche. Von hier aus hat man eine Aussicht, die bis zur Erweiterung der Gemeinde reicht, sowie auf die Sierra de Grazalema und die Serranía de Ronda.

Route „Vida en la Frontera Nazarí” (Leben an der nasridischen Grenze)

Die Route „Vida en la Frontera Nazarí” (Leben an der nasridischen Grenze) ist ein Weg, der zu allen wichtigen Punkten in Olvera führt unf auf der man Überreste der alten muslimischen Zivilisation vorfindet, die in der Stadt ansässig war. Besondere Highlights stellen das Barrio de la Villa, die arabische Burg, die Cilla (Kornspeicher) und die Türme „Torre del Pan“ und „Torre de Los Olivillos“ dar.

Vía Verde de la Sierra (Grüner Weg der Sierra)

Die „Vía Verde de la Sierra“ ist ein ca. 40 Kilometer langer Wanderweg, der zwischen Olvera und Puerto Serrano liegt. Er verläuft entlang der alten Straßen von Jerez-Almargen. Die Route führt durch das Naturschutzgebiet „Peñón de Zaframagón“ und vorbei am Naturdenkmal „Chaparro de la Vega“. Die Strecke weist 30 Tunnel und 4 Viadukte auf und es handelt sich um die einzige Route von touristischem Interesse in Andalusien.

Neuzeit-Route

Die Neuzeit-Route in Olvera ist ein Rundgang durch emblematische Gebäude, Straßen und Orte der Gemeinde, die von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts erbaut wurden. Die Höhepunkte auf dieser Route sind die Erzpriesterliche Kirche „Nuestra Señora de La Encarnación“ und „Glorioso Patriarca San José“, der Pfarrfriedhof, die Kirche „El Socorro“, der „Peñón del Sagrado Corazón“, die Herrenhäuser in der Straβe Calle Llana, das Rathaus und die „Vía Verde de la Sierra“.

Feierlichkeiten

Fest der Jungfrau „Ntra. Sra. de los Remedios“

Am 15. August wird in Olvera zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt das Fest der der Jungfrau „Virgen Ntra. Sra. de los Remedios“ gefeiert. Im Laufe des Tages finden mehrere Messen zu Ehren dieser Jungfrau statt, die in der gesamten Provinz Cádiz zu einer der wenigen Heiligen gehört, die zur Kanonikerin ernannt wurde. An diesem Tag begleiten die Einwohner von Olvera das Bildnis der Jungfrau von der Gemeinde bis zum Heiligtum, eine Wallfahrt, die sich von den Unbilden der Witterung nicht beeinflussen lässt.

Weihnachten

Weihnachten ist für Kinder und Erwachsene in Olvera eine Zeit großer Aufregung. Der Veranstaltungskalender für die Feierlichkeiten zum Jahresende ist prall gefüllt. Die Lebendige Krippe findet an einem Samstag im Dezember statt, und die Einwohner von Olvera beteiligen sich an der Nachstellung der biblischen Szenen. Jedes Jahr erhält die Stadt Besuch von den königlichen Briefträgern, die die an die Heiligen Drei Könige gerichteten Briefe der Kinder einsammeln. In der Altstadt stellen die lokalen Geschäfte Stände auf die Straβen und insgesamt herrscht eine fröhliche und feierliche Stimmung.

Fronleichnam

Das Fronleichnamsfest in Olvera reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, erlangte in den letzten Jahren jedoch zunehmend an Bedeutung. Die Straßen und Plätze der Stadt werden für dieses Fest geschmückt, und es werden Altäre für die Heiligenbilder aufgestellt, die im gesamten Stadtzentrum von Olvera zu sehen sind.

Weihnachten

Weihnachten ist für Kinder und Erwachsene in Olvera eine Zeit großer Aufregung. Der Veranstaltungskalender für die Feierlichkeiten zum Jahresende ist prall gefüllt. Die Lebendige Krippe findet an einem Samstag im Dezember statt, und die Einwohner von Olvera beteiligen sich an der Nachstellung der biblischen Szenen. Jedes Jahr erhält die Stadt Besuch von den königlichen Briefträgern, die die an die Heiligen Drei Könige gerichteten Briefe der Kinder einsammeln. In der Altstadt stellen die lokalen Geschäfte Stände auf die Straβen und insgesamt herrscht eine fröhliche und feierliche Stimmung.

Wallfahrt „Lunes de Quasimodo“ (Quasimodo-Montag)

Der zweite Montag nach dem Ostersonntag ist der Quasimodo-Montag, ein Fest, bei dem sich die ganze Stadt in der Wallfahrtskirche „Virgen de los Remedios“ versammelt, um den ganzen Tag lang zu feiern. Die Romería de Olvera (Wallfahrt) wurde nicht nur zum Fest von nationalem touristischen Interesse in Andalusien erklärt, sondern gilt zudem als älteste Wallfahrt in der Provinz Cádiz, mit mehr als 300 Jahren Geschichte. Der Ursprung dieses Festes geht auf das Jahr 1715 zurück, als es aus Dankbarkeit für die Regenfälle gefeiert wurde, die einer langen Dürreperiode ein Ende setzten. Es gehört auf diesem Fest zur Tradition, typische lokale Süßspeisen wie die „torta del Lunes“ oder die„hornazo“ zu probieren.

Karneval

Der Karneval von Olvera wird am Wochenende vor Aschermittwoch gefeiert, üblicherweise im Februar. Im Laufe der 7 Tage, die das Fest andauert, werden die Straβen von Olvera in Form von Umzügen von Musik, Farben und Humor erfüllt, in Begleitung von Auftritten der so genannten chirigotas (Karnevalsgruppen). Am Wochenende findet der Piñata-Sonntag statt, das große Finale einer Woche, die von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen anzieht.

Verbenas (Abendliche Feste mit Tanz)

In den Sommermonaten feiern die Stadtviertel ihre traditionellen Verbenas (Abendliche Feste mit Tanz), unter denen sich die „Verbena del Emigrante“, die auf dem gleichnamigen Platz stattfindet, und die „Verbena del Socorro“ mit ihrer traditionellen „Cucaña“ besonders hervorheben lassen. Live-Musikauftritte beleben die Sommerabende auf diesen verbenas.

Real Fiesta und Fiestas de San Agustín

In der letzten Augustwoche, vom 27. bis 31. August, finden die „Real Fiesta“ (königliches Fest) und die „Fiestas de San Agostín“ (Feierlichkeiten zu Ehren von San Agustín) statt. Ursprünglich war das Fest von einem kommerziellen und viehzüchterischen Charakter geprägt, doch im Laufe der Jahre hat es einen angenehmeren freizeitlichen Charakter angenommen. Vor kurzem wurde der Veranstaltungsort ins recinto ferial (Messegelände) verlegt, wo die Festlichkeiten nun stattfinden, die jedes Jahr von allen Einwohnern und Besuchern Olveras gleichermaßen sehnlichst erwartet werden.

Karwoche

Die Karwoche in Olvera ist so wichtig geworden, dass sie zum Fest von nationalem touristischen Interesse in Andalusien erklärt wurde. Frömmigkeit und Hingabe der Einwohner von Olvera, die alle ortsansässigen Bruderschaften bei der Prozession der örtlichen Heiligenstatuen begleiten, sind in dieser Woche besonders in den Straßen zu spüren.

Gastronomie

GASTRONOMIE

Das in der Ortschaft produzierte Olivenöl stellt eine der wichtigsten Zutaten der lokalen Gastronomie dar. Zu den typischen Gerichten auf der der Speisekarte von Olvera gehören die „pegás“-Suppen – ein altes bäuerliches Gericht – oder Tomatensuppen. Rührei, Kanincheneintopf und „sangre encebollada“ (Blut mit Zwiebeln) vervollständigen die lokale Gastronomie. Was die Süßspeisen betrifft, können vor allem die Ölbiskuitkuchen, die Karnevalskuchen, Hornazo (Ölkranz mit Ei) und die Quasimodo-Montagskuchen.
Es gibt Weinkellereien, die sich in Familienbesitz befinden und einen hochwertigen Most herstellen, der in der ganzen Region Anerkennung findet.

Aktivitäten in Olvera

Olvera

Friedhof der Pfarrgemeinde

Der Pfarrfriedhof dient als Gemeindefriedhof, dessen Struktur auf das 19. Jahrhundert zurückreicht, als man damit begann, am Rande der Burg die ersten Grabstätten anzulegen. Der Friedhof wird von der mittelalterlichen Festung und dem Hügel, auf dem er gebaut ist, bewacht. Er bietet eine unvergleichliche Aussicht auf die Region.

Olvera

Stadtmauer von Olvera

Die Stadtmauer von Olvera setzt sich aus Türmen und Fragmenten einer steinernen Festung zusammen, die aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist. Innerhalb dieser Stadtmauern lebten die Bürger, die durch die Mauer geschützt waren, die die Stadt von der Südseite der Burg aus umgab und entlang des heutigen Stadtviertels La Villa verlief.

Olvera

Sanktuarium „Nuestra Señora de los Remedios”

Das Sanktuarium „Nuestra Señora de los Remedios“ ist ein weiteres religiöses Bauwerk in der Ortschaft. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist die Kultstätte der Jungfrau „Virgen de los Remedios“, der Schutzpatronin der Gemeinde. In der Nähe der Kirche findet die Wallfahrt „Lunes de Quasimodo“ statt.

Olvera

Arabische Burg

Die Ende des 12. Jahrhunderts errichtete arabische Burg war bis zur Besetzung durch die Christen im Jahr 1327 Teil der Verteidigung des nasridischen Königreichs Granada. Dank ihrer strategischen Lage konnte man die Burggrenzen sehen, die das muslimische und das christliche Gebiet voneinander trennten.

Olvera

Kirche El Socorro

Die Kirche El Socorro wurde 1945 im Gotik-Mudéjar-Stil erbaut, nachdem ein Blitzschlag einen Tempel zum Einsturz gebracht hatte, der an der gleichen Stelle stand und zu Ehren von „Nuestra Señora de la Encarnación“ dort errichtet worden war. Gegenwärtig beherbergt sie die Bildnisse des „Jesús Cautivo“ und der Jungfrau „Virgen del Socorro“.

Olvera

Kirche San José

Eines der religiösen Einrichtungen der Stadt ist die Kirche San José, eine kleine Kirche aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Sie wurde dank der Spenden von Einwohnern der Gemeinde errichtet und seither schrittweise weiter ausgebaut. Sie befindet sich im Viertel „La Peña“ und an ihrer Fassade ist San José, der Schutzpatron von Olvera, abgebildet.

Wie gelangt man nach Olvera

Olvera liegt in der Region der „Sierra de Cádiz“, im Nordosten der Provinz Cádiz. Die Gemeinde dient als Grenze zwischen Sevilla und Málaga.

Von Sevilla aus ist die A-92 die empfehlenswerteste Route.

Von Cádiz aus ist die Landstraße von Antequera oder die A-384 der schnellste Weg, um die Stadt zu erreichen.

Von Jerez de la Frontera aus nimmt man am besten die A-382 und die Landstraße von Antequera oder die A-384.

Von Málaga aus nimmt man die A-357 und fährt dann weiter über die Landstraße von Antequera oder die A-384.

Von Ronda aus gelangt man über die A-374 und die Carretera de Antequera oder die A-384 am schnellsten nach Olvera.

Was den Überlandbusverkehr betrifft, so bietet das Unternehmen Comes eine Busverbindung von Cádiz, Jerez de la Frontera und Ronda (Málaga) aus nach Olvera. Die Firma DAMAS wiederum bietet eine Route an, die die Gemeinde von Jerez de la Frontera, Malaga und Ronda aus erreicht. Alle Informationen zu Strecken und Fahrplänen finden Sie auf der Website der Unternehmen.

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