Pueblos Blancos

 

Grazalema liegt im Norden der Provinz und ist das Epizentrum eines der wertvollsten und meistbesuchten Naturgebiete Südeuropas, des Naturparks Sierra de Grazalema.

Grazalema kann auf ein historisches Gebiet zählen, das schon vor Jahrhunderten bestand und dessen Spuren noch in Form eines halben Kilometers mittelalterlicher Straße und Kalksteinbauten, den so genannten „neveros“, ersichtlich sind. Infolge der zahlreichen Zivilisationen, die sich im Laufe der Zeit in der Gemeinde niederließen, weist diese ein vielfältiges Stadtgefüge auf, in dem all diese unterschiedlichen Kulturen widergespiegelt sind, sowie eine Reihe von religiösen Gebäuden von großer Schönheit.

Grazalema wird von Naturraum umgeben, der einzigartige Ausblicke von den verschiedenen Aussichtspunkten bietet, die uns entlang der Wanderwege erscheinen, die durch die Gemeinde führen.

Die Gastronomie der Stadt basiert auf einer breiten Palette an Gartenprodukten, traditionell angebautem Obst und Gemüse, die den Gerichten einen kräftigen und einzigartigen Geschmack verleihen. Eintöpfe, Wurstwaren, Wildfleisch, Käse und eine Vielzahl von hausgemachten Süßspeisen stehen auf der Speisekarte, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Wetter in Grazalema

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GASTRONOMIE
 

FEIERLICHKEITEN

ROUTEN

KULTURERBE

  • Stadtplanung & spuren
  • Kirchen
  • Natur
  • Aussichtspunkte
  • Routen

Stadtplanung & spuren

Öffentlicher Waschplatz

Der öffentliche Waschplatz von Grazalema befindet sich im unteren Teil der Stadt, im Nasridenviertel. Er besteht aus sechzehn Becken, acht in jeder Reihe, die miteinander verbunden sind. Dieser Waschplatz wurde in den 1950er Jahren, als es noch kein Wasser in den Häusern gab, von den „Jopiches“-Frauen (aus dem südlichen Stadtteil) benutzt. Die Seife in der Hand und im Hintergrund der Sound des plätschernden Wassers des Guadalete-Flusses waren die Frauen aus Grazalema die Protagonisten eines Rituals, das eine wichtige soziale Funktion innehatte, denn am Waschplatz wurde stets über die Geschehnisse in der Gemeinde gesprochen.

Häuser in Grazalama

Die Häuser von Grazalema folgen allesamt einem ähnlichen architektonischen Baustil: Sie sind zweistöckig, haben Ziegeldächer und weisen die für die Weißen Dörfer typischen weiß gekalkten Wände auf. Aufgrund der Anordnung dieser Häuser entstanden enge Gassen und gepflasterte Böden in der Ortschaft, mit dem „Plaza de España“ mitten im Stadtzentrum.

Brunnen

In den Straßen von Grazalema sind mehr als fünfzig Brunnen zu sehen. Ein bedeutendes landschaftliches Element dieser Gemeinde, das den Einwohnern und ihrem Vieh seit Jahrhunderten als Treffpunkt und Ort zur Erzählung von Geschichten dient. Brunnen aus Stein, Mauerwerk und Bronze, die die Jahre überdauert haben und für alle Besucher, die etwas über die Geschichte der Ortschaft erfahren möchten, eine angenehme und enthüllende Erfahrung darstellen.

Mittelalterliche Straße

Grazalema weist ebenso einen halben Kilometer mittelalterliche Straßen auf, die bis vor kurzem die Hauptzufahrtswege zur Gemeinde waren. Die gepflasterte Strecke folgt dem Fluss Guadalete und lässt uns, in Begleitung verschiedener Elemente der lokalen Flora, in die Natur der Berge von Cádiz eintauchen.

Kalköfen

Rund um die Gemeinde finden wir Beispiele, die uns etwas über die Geschichte dieser Ortschaft erzählen, wie z.B. die „neveros“, Konstruktionen, die dazu dienten, das Eis so lange wie möglich in seinem gefrorenen Zustand zu erhalten. Oder die Kalköfen, Steinöfen, die an einigen der umliegenden Straßen zu finden sind und die zur Gewinnung von Kalk aus Kalkstein dienten.

Gastronomie

Käsespezialitäten

Die handwerkliche Herstellung von Käse gilt als eines der gastronomischen Schätze der Gemeinde und zeichnet sich durch die Intensität, den Geschmack und die Textur des Käses aus. Die aus der Milch von Merino-Schafen aus Grazalema und Montejaqueña-Ziegen hergestellten Molkereiprodukte haben sich international einen Namen gemacht.

Suppe mit Knoblauch, Trockenfleisch und Wildbret

Die Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse sowie die Tradition beim Anbau und der Produktion von Gemüse machen aus der Gemeinde zu einem unbedingten gastronomischen Anlaufziel. In Grazalema gibt es traditionelle Gerichte wie die Sopa de Ajo (Knoblauchsuppe), die den Landarbeitern, die harte Arbeitstage auf den Feldern verbrachten, als Proviant diente. Wildfleisch und hochwertige Wurstwaren, die aus der traditionellen Schlachtung stammen, haben in der Region ebenso einen hohen Stellenwert.
Das beste und traditionellste Gericht der Stadt ist zweifelsohne die sopa de Grazalema (Suppe aus Grazalema). Ein Rezept auf der Basis von Eintopfbrühe, begleitet von Chorizo-Wurst, altem Brot, Minze und hart gekochten Eiern. Dieses Gericht fand sich in den Küchen zahlreicher Generationen dieser Gemeinde wieder Stadt und gilt als das beste Stärkungsmittel nach einem harten und kalten Arbeitstag.

Amarguillos, bollos de almendra und cubiletes

Für Naschkatzen stellt die Gemeinde ihre berühmten amarguillos (kleine Kugeln aus gemahlenen Mandeln) her, die zusammen mit bollos de almendra (Mandelgebäck) und cubiletes (mit Engelshaar oder Schokolade gefüllte Marzipanstücke) vervollständigen ein Menü voller Geschmack und Qualität eines jeden einzelnen Produkts.

Suppe aus Grazalema

Der Star und das traditionellste Gericht der Stadt ist zweifelsohne die „Sopa de Grazalema“ (Suppe aus Grazalema). Ein Rezept auf der Basis von Eintopfbrühe, begleitet von Chorizo-Wurst, altes Brot, Minze und hart gekochten Eiern. Dieses Gericht fand sich in den Küchen zahlreicher Generationen dieser Gemeinde wieder Stadt und gilt als das beste Stärkungsmittel nach einem harten und kalten Arbeitstag.

Natur

Textil-Museum von Grazalema

Die berühmte, hochwertige Wolle von Grazalema wird für die Herstellung eines der bekanntesten Produkte der Stadt verwendet, der Decken. In vergangenen Jahrhunderten war die die Wolle so bekannt, dass sich rund um dieses Produkt eine Textilindustrie entwickelte, was heute noch im Textilmuseum von Grazalema deutlich wird.

Ribera de Gaidóvar

Dieses Tal ist seit jeher ein fruchtbares Gebiet, das sich durch seine Obstgärten auszeichnet, da es über reichlich Wasser und Mühlen verfügt. Auffallend sind die Mandelbäume, die im Winter blühen und die Landschaft mit Farben und Schönheit überfluten.

Merino-Schaf von Grazalema

Eines der großen Wahrzeichen dieser Gemeinde ist das Merinoschaf von Grazalema, das in das Verzeichnis der besonders geschützten einheimischen Rassen aufgenommen wurde. Dieses Schaf, das an niedrige Temperaturen angepasst ist, gilt als Hauptlieferant des berühmten Käses der Ortschaft, der in den spanischen Käsekatalog aufgenommen wurde.

Campobuche

Es handelt sich um eine bequeme Wegstrecke, die sich besonders auch für Kinder eignet. Im ersten Abschnitt der Route erscheinen dem Wanderer kleine Häuser und landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Obstgärten und verschiedene Plantagen. Später sind Zirbelkiefern und einige Korkeichen vorherrschend in der Landschaft. Die Gegend eignet sich hervorragend zur Beobachtung von Vögeln, wie Bienenfresser, Eichelhäher und Raubvögel. Nach einem gemäßigten Anstieg beginnt der Abstieg zum „Llano de Campobuche“ (Ebene von Campobuche), wo der Fluss Campobuche oder auch Gaduche überquert wird. Auf der Ebene steht eine Schautafel, die dem Besucher verschiedene Aspekte des Korks erklärt, denn ab hier gibt es viele Korkeichen. Die Route endet auch auf dieser Ebene, die einen idealen Ort für ein Picknick darstellt oder um die umliegende Fauna zu beobachten.

Pinsapar

Der Titel eines der 50 Naturwunder der Welt ist mehr als gerechtfertigt, denn die Sierra de Cádiz beherbergt eine große Anzahl von Pflanzenarten. Korkeichen, Steineichen, Weiden und Eschen prägen die Landschaft der Region. Hauptdarsteller der Sierra de Grazalema ist zweifelsohne der pinsapar (Wald aus Pinsapo-Tannen), der die Gegend mit Benamahoma verbindet. Es handelt sich um einen begehbaren Weg, der weltweit auf die größte Konzentration von pinsapos (Spanische Tannenart) zählen kann, einer Tannenart, die mit ihrem intensiven Grün und ihrer pyramidenförmigen Form der dortigen Landschaft ihren charakteristischen Touch verleiht.

Aussichtspunkte

Puerto del Boyar

Einer der repräsentativsten Punkte in der Sierra de Grazalema ist der „Puerto del Boyar“ (Gebirgspass). Mit einer Höhe von 1.103 Metern bietet er einen Blick aus der Vogelperspektive auf unvergessliche Landschaften wie den „Corredor del Boyar“, den „Salto del Cabrero“, die Burg „Castillo de Aznalmara“ oder die „Sierra de Albarracín“.

Aussichtspunkt „Los Asomaderos“

Im historischen Altstadtzentrum von Grazalema befindet sich der Aussichtspunkt „Los Asomaderos“, von dem aus man einen Blick auf die „Serranía de Ronda“ und die mittelalterliche Straße am Fuße der Stadt genießt. Hier in dieser Landschaft ist auch der Schauplatz für die Nachstellung von Jose María Hinojosa „El Tempranillo“.

Aussichtspunkt El Tajo

Einer der meistbesuchten Orte in der Sommersaison ist der Aussichtspunkt ‚El Tajo’, da sich in der Nähe das städtische Schwimmbad befindet. In einer Umgebung, die von Kalkstein geprägt ist, kann es als Luxus bezeichnet werden, ein erfrischendes Bad zu nehmen und dabei den Ausblick zu genießen, den dieser Aussichtspunkt zu bieten hat, von wo aus die „Serranía de Ronda“ über das Guadalete-Tal zu sehen ist. Entlang des Weges treffen wir auf einen Staudamm, die mittelalterliche Straße und können eine Vielzahl von Vogelarten beobachten, die uns auf unserem Weg begleiten.

Aussichtspunkt „Puerto de las Palomas“

Zwischen Grazalema und Zahara de la Sierra befindet sich der Aussichtspunkt „Puerto de las Palomas“. Dieser natürliche Aussichtspunkt, der 1.189 Meter hoch ist und von Raubvögeln überflogen wird, ermöglicht es dem Besucher, verschiedene Landschaften wie die Garganta Verde, den Monte Prieto oder die Gipfel von El Simancón und andere zu sehen.

Aussichtspunkt El Santo

Der Aussichtspunkt El Santo ist von stark religiösem Charakter geprägt, da dieser vor Jahrhunderten Hauptschauplatz des Kreuzwegs war. In einem Teil des Kopfsteinpflasters sind noch Sockel und Plinthen zu sehen, die zur Aufstellung des Kreuzes dienten.

Aussichtspunkt Los Peñascos

Mit seinem spektakulären Blick auf den „Peñón Grande“ und das Guadalete-Tal ist der Aussichtspunkt „Los Peñascos“ der ideale Ort, um sich an der Vielfalt der Landschaft zu erfreuen.

Routen

Route „Garganta Verde“ (Grüne Schlucht)

Die Route „Garganta Verde“ (Grüne Schlucht) führt auf 2,5 Kilometern durch eine 400 Meter tiefe Schlucht, in der die Gänsegeier zuhause sind und deren Landschaft überwiegend felsig ist.

Die Route „Llanos de Rabel“

Die Route „Llanos de Rabel“ eignet sich ideal, um ohne große Bemühungen in den spanischen Tannenwald einzudringen und diesen kennen zu lernen, der bis zur Sierra del Pinar reicht. Eine Landschaft, in der sich Bäche und Quellen mit der örtlichen Fauna und Flora vermischen.

Route Puerto de las Presillas

Die Route „Puerto de las Presillas“ ermöglicht es dem Wanderer, die Gipfel des Naturparks wie El Reloj, El Simancón und El Torreón auf demselben Weg zu genießen. Die Route verbindet das Zentrum der Gemeinde mit „El Puerto de Boyar“ und ist durch die felsige Landschaft geprägt, die durch die Auflösung von Kalkstein im Laufe der Zeit entstanden ist. Das Gebiet, das als Zufluchtsort der Bergziege dient, birgt auch Elemente, die für die Bewohner vergangener Jahrhunderte wichtig waren.

Route „Llanos del Endrinal“

Die Route „Llanos del Endrinal“ stellt für alle Liebhaber der Geologie eine der attraktivsten Routen dar, denn entlang der Strecke sind große Kalksteinmassen zu sehen. Als Weidegebiet für die Merinoschafe von Grazalema und der Ziegen von Montejaque auf einer Höhe von 1.100 Metern führt die Route mitten ins Herz der „Sierra del Endrinal“.

Route der Wallfahrtskirche „Ermita de El Calvario“

Die Route der Wallfahrtskirche „Ermita del Calvario“ ist ein Wanderweg, der an einem der schönsten religiösen Tempel von Grazalema endet. Obwohl das Gebäude 1936 niedergebrannt war, zieht es dank des der Kletterpflanzendecke, die es umgibt, weiterhin die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Dieser Weg wurde früher als Kreuzweg benutzt, und auf den Pflastersteinen sind noch die Reste der Sockel zu sehen, auf denen das Kreuz stand.

Route „Mirador del Santo“ (Aussichtspunkt des Heiligen)

Der Wanderweg zum „Mirador del Santo“ (Aussichtspunkt des Heiligen) ist eine in spiritueller Hinsicht sehr bereichernde Erfahrung und eine optimale Gelegenheit, die Aussicht auf die „Sierra del Endrinal“ zu genießen, einen der schönsten Orte von Grazalema. Die Route folgt den Spuren des alten Kreuzweges. Der alte kopfsteingepflasterte Weg führt zu alten Sockeln, an denen das Kreuz für die Bußstationen festgemacht war. Auf dem Gipfel erwartet den Wanderer auf einem Rastplatz die Statue des „Sagrado Corazón de Jesús“ (Heiliges Herz Jesu), von dem aus Orte wie Grazalema, Puerto de las Palomas, Peñón Grande oder der Hügel San Cristóbal betrachtet werden können.

Torreón-Route

Die Torreón-Route beginnt in der Nähe des Ortes Benamahoma in Richtung El Torreón, einem einzigartigen geologischen Aussichtspunkt mit Blick auf die Sierra de Cádiz. Entlang der Strecke haben wir die Gelegenheit verschiedene Arten von Raubvögeln und Bergziegen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Während des Aufstiegs sind Veränderungen der Vegetation festzustellen, was ganz typisch für Kalksteingebiete ist. Der Weg ist mit erheblichen Anstrengungen verbunden und gewisse Vorsichtsmaβnahmen sollten getroffen werden, später wird man dann allerdings mit einer unvergesslichen Landschaft belohnt.

Route „Mirador del Santo“ (Aussichtspunkt des Heiligen)

Der Wanderweg zum „Mirador del Santo“ (Aussichtspunkt des Heiligen) ist eine in spiritueller Hinsicht sehr bereichernde Erfahrung und eine optimale Gelegenheit, die Aussicht auf die „Sierra del Endrinal“ zu genießen, einen der schönsten Orte von Grazalema. Die Route folgt den Spuren des alten Kreuzweges. Der alte kopfsteingepflasterte Weg führt zu alten Sockeln, an denen das Kreuz für die Bußstationen festgemacht war. Auf dem Gipfel erwartet den Wanderer auf einem Rastplatz die Statue des „Sagrado Corazón de Jesús“ (Heiliges Herz Jesu), von dem aus Orte wie Grazalema, Puerto de las Palomas, Peñón Grande oder der Hügel San Cristóbal betrachtet werden können.

Route „Los Charcones“

Die Route „Los Charcones“ beginnt in der Nähe des Dorfes und führt auf einer Strecke von 1,8 Kilometern am Ufer des Flusses Guadalete entlang, der dreimal überquert werden muss, um die gesamte Strecke zurückzulegen.

Feierlichkeiten

Historische Nachstellung ‘Sangre y Amor en la Sierra’ (Blut und Liebe in der Sierra)

Nach der Sommersaison erlebt Grazalema jedes Jahr eine der Episoden, die die Geschichte dieser Gemeinde am meisten geprägt haben. Im Oktober nehmen drei Tage lang mehr als fünfhundert Menschen an der Nachstellung des Lebens des Jose María Hinojosa „El Tempranillo“ teil, eine Veranstaltung, die unter dem Namen „Blut und Liebe in der Sierra“ stattfindet. El Tempranillo war eine der bekanntesten Persönlichkeiten des andalusisch-romantischen Banditentums, die Mitte des 17. Jahrhunderts in der Sierra lebte.

Fiestas Mayores (Hauptvolksfest)

Ende August wird die Stadt für die „Fiestas Mayores“ herausgeputzt, die den Höhepunkt der Sommersaison darstellen. Vier Tage lang feiert die Gemeinde die Schutzpatronin des Ortes, „Nuestra Señora de los Ángeles“, wobei ihr Bildnis in einer Prozession von der Wallfahrtskirche bis zur Pfarrkirche getragen wird. Verbenas (Soirees), Verkostungen und Stierkampfveranstaltungen ergänzen den religiösen Geist dieses Festes.

Karwoche

Eine der am weitesten verbreiteten und berühmtesten Traditionen Andalusiens, die Semana Santa (Karwoche), nimmt in der Stadt einen hohen Stellenwert ein. An der Prozession von „Nuestro Padre Jesús Nazareno“ und „María Santísima de los Dolores“ nimmt die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen teil, die in einem von Emotionen und Religiosität geprägten Ambiente durch die Straßen des Dorfes ziehen.

Wallfahrt „San Isidro Labrador“

Die Gemeinde Grazalema verabschiedet den Monat Mai und begrüßt den Sommer mit einem ihrer religiösen Feste, der Wallfahrt „San Isidro Labrador“. Eine Pilgerfahrt nach El Soto, wo sich Pfarrgemeindemitglieder und Schaulustige zu einem Tag der Feierlichkeiten rund um die Statue des Schutzpatrons der Bauern und Landarbeiter versammeln. Opfergaben, Gebete und Trommeln füllen die Straßen der Stadt.

Fiestas del Carmen und Lunes del Toro de Cuerda

Im Juli finden die „Fiestas del Carmen“ (Fest zu Ehren der Carmen) statt, eines der beliebtesten Feste der Einwohner von Grazalema. Eine tief verwurzelte Tradition, die im traditionellen „Lunes del Toro de Cuerda“ (Montag des angeleinten Stieres) gipfelt, bei dem ein mit Seilen gefesselter Stier freigelassen wird und durch die Straßen der Gemeinde läuft, begleitet von teilnehmenden Zuschauern, die neben dem Tier herlaufen. Das Fest erfolgt unter Achtung der Unversehrtheit des Tieres und stellt eine der traditionellsten lokalen Veranstaltungen dar.

Kirchen

Kirche „Nuestra Señora de la Encarnación”

Die älteste Kirche von Grazalema ist die Kirche „Nuestra Señora de la Encarnación“. Sie wurde 1614 über einem Mudéjar-Tempel erbaut und ist heute die Basilika des Schutzpatrons der Stadt, San Atanasio.

Wallfahrtskirche „Nuestra Señora de los Ángeles”

Die Wallfahrtskirche „Nuestra Señora de los Ángeles“ wurde 1889 erbaut. Der örtlichen Legende zufolge war es ein Hirte, der an der Stelle, an der später die Wallfahrtskirche errichtet wurde, ein Bildnis der Jungfrau fand.

Kirche San Juan

Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche San Juan erbaut, die stark von der Mudéjar-Architektur beeinflusst ist, was zu Spekulationen darüber führt, ob sich an der Stelle des Tempels zuvor eine Moschee befunden haben könnte. Während der Choleraepidemien des 19. Jahrhunderts diente sie als Krankenhaus.

Kirche „Nuestra Señora de la Aurora”

Die Kirche „Nuestra Señora de la Aurora“ stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als eines der Schmuckstücke des örtlichen Kulturerbes. Sie konnte dank der Beiträge und der Frömmigkeit der Pfarrgemeindemitglieder errichtet werden. Aufgrund ihres Alters war sie Zeuge äuβerst bedeutender historischer Momente, wie z.B. des Unabhängigkeitskrieges, in dem sie Schauplatz von Zusammenstößen zwischen den beiden Streitparteien war.

Kirche San José

Es waren die Unbeschuhten Karmelitermönche, die sich für die Errichtung der Kirche San José einsetzten, die sich neben dem Kloster „Convento de El Carmen“ das sich zu damaligen Zeiten auβerhalb der Stadt befand.

Aktivitäten in Grazalema

Grazalema

Merino-Schaf von Grazalema

Eines der großen Wahrzeichen dieser Gemeinde ist das Merinoschaf von Grazalema, das in das Verzeichnis der besonders geschützten einheimischen Rassen aufgenommen wurde. Dieses Schaf, das an niedrige Temperaturen angepasst ist, gilt als Hauptlieferant des berühmten Käses der Ortschaft, der in den spanischen Käsekatalog aufgenommen wurde.

Grazalema

Brunnen

In den Straßen von Grazalema sind mehr als fünfzig Brunnen zu sehen. Ein bedeutendes landschaftliches Element dieser Gemeinde, das den Einwohnern und ihrem Vieh seit Jahrhunderten als Treffpunkt und Ort zur Erzählung von Geschichten dient. Brunnen aus Stein, Mauerwerk und Bronze, die die Jahre überdauert haben und für alle Besucher, die etwas über die Geschichte der Ortschaft erfahren möchten, eine angenehme und enthüllende Erfahrung darstellen.

Grazalema

Mittelalterliche Straße

Grazalema weist ebenso einen halben Kilometer mittelalterliche Straßen auf, die bis vor kurzem die Hauptzufahrtswege zur Gemeinde waren. Die gepflasterte Strecke folgt dem Fluss Guadalete und lässt uns, in Begleitung verschiedener Elemente der lokalen Flora, in die Natur der Berge von Cádiz eintauchen.

Grazalema

Öffentlicher Waschplatz

Der öffentliche Waschplatz von Grazalema befindet sich im unteren Teil der Stadt, im Nasridenviertel. Er besteht aus sechzehn Becken, acht in jeder Reihe, die miteinander verbunden sind. Dieser Waschplatz wurde in den 1950er Jahren, als es noch kein Wasser in den Häusern gab, von den „Jopiches“-Frauen (aus dem südlichen Stadtteil) benutzt. Die Seife in der Hand und im Hintergrund der Sound des plätschernden Wassers des Guadalete-Flusses waren die Frauen aus Grazalema die Protagonisten eines Rituals, das eine wichtige soziale Funktion innehatte, denn am Waschplatz wurde stets über die Geschehnisse in der Gemeinde gesprochen.

Grazalema

Fiestas Mayores (Hauptvolksfest)

Ende August wird die Stadt für die „Fiestas Mayores“ herausgeputzt, die den Höhepunkt der Sommersaison darstellen. Vier Tage lang feiert die Gemeinde die Schutzpatronin des Ortes, „Nuestra Señora de los Ángeles“, wobei ihr Bildnis in einer Prozession von der Wallfahrtskirche bis zur Pfarrkirche getragen wird. Verbenas (Soirees), Verkostungen und Stierkampfveranstaltungen ergänzen den religiösen Geist dieses Festes.

Grazalema

Kalköfen

Rund um die Gemeinde finden wir Beispiele, die uns etwas über die Geschichte dieser Ortschaft erzählen, wie z.B. die „neveros“, Konstruktionen, die dazu dienten, das Eis so lange wie möglich in seinem gefrorenen Zustand zu erhalten. Oder die Kalköfen, Steinöfen, die an einigen der umliegenden Straßen zu finden sind und die zur Gewinnung von Kalk aus Kalkstein dienten.

Wie gelangt man nach Grazalema

Die Gemeinde Grazalema befindet sich im Nordosten der Provinz, eingebettet in den Naturpark Sierra de Grazalema.

Von Sevilla aus ist die A-375 die schnellste Route dorthin.

Von Cádiz aus gelangt man über die A-372 nach Grazalema.

Von Jerez de la Frontera aus führt der kürzeste Weg dorthin über die A-382 und dann die A-372.

Von Málaga aus nimmt man die A-357 und die A-367.

Von Ronda aus ist die A-374 und die A-372 der schnellste Weg nach Grazalema.

Das Fernverkehrsunternehmen DAMAS bietet Verbindungen von Málaga und Ronda aus nach Grazalema. Informationen dazu finden Sie auf der Website des Unternehmens:

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