Pueblos Blancos

 

Bornos liegt in der Sierra de Cádiz und ist eine der 19 Ortschaften, die an der Route der Weißen Dörfer liegt. Die Gemeinde grenzt im Norden an Villamartín, im Süden und Osten an Arcos de la Frontera und im Westen an Espera. Sie liegt nur 5 km von Coto de Bornos entfernt, einem Ort, in dem die ersten Siedlern zuhause waren und heute ein Ortsteil ist, die im Jahr 1961 als solcher gegründet wurde.

In Bornos gibt es Funde, die die ersten menschlichen Niederlassungen auf das Jungpaläolithikum datieren. In vorrömischer Zeit war die Stadt bis zur Eroberung durch die Römer von verschiedenen Völkern besiedelt. Die Ruinen von Carissa Aurelia, die sich in der Nähe der Gemeinde befinden, zeugen von der Bedeutung des damaligen Bevölkerungszentrums. Die allmähliche Ausdehnung des römischen Einflusses deutet auf die Bedeutung hin, die Carissa als Gemeinde im römischen Verwaltungssystem einnehmen sollte.

Das Eintreffen muslimischer Völker und ihre Ansiedlung in der Umgebung des Dorfes waren zunächst von einer friedlichen Koexistenz geprägt. In der Folgezeit durchlief Bornos während der nasridischen Herrschaft bis zur anschließenden christlichen Rückeroberung verschiedene Phasen.

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GASTRONOMIE

FEIERLICHKEITEN

ROUTEN

KULTURERBE

Kulturerbe

Colegio de la Sangre (Blutschule)

Das „Colegio de la Sangre“ ist ein Gebäude aus dem Jahr 1597, das als Residenz für zwölf Diener und Schildknappen des Herzogshauses und andere Adlige diente. Das eingeschossige Gebäude wurde von der Stadtverwaltung wiederhergestellt und dient heute als Ausbau eines Bildungszentrums.

Pfarrkirche „Santo Domingo de Guzmán“

Die Pfarrkirche „Santo Domingo de Guzmán“ ist ein religiöser Tempel, dessen Bauzeit unbekannt ist. In ihr existieren nebeneinander zwei verschiedene architektonische Bau-Ordnungen: der spitzbogige Teil- derzeit stark reformiert – und der Teil im barocken Stil. Das Gebäude mit rechteckigem Grundriss und drei Schiffen weist einen Glockenturm an der Fassade auf, der aus dem Jahr 1732 stammt. Das wertvollste Element dieser Basilika ist ihre Steinfassade, die zwar nicht vollständig ist, jedoch darauf hinweist, dass dort die Reliquien der Märtyrer Santo Tomé, San Dionysius, San Cosmas und San Daniel, Santa Afra, San Sebastian und San Sabas aufbewahrt wurden.

Wallfahrtskirche „Ermita del Calvario“

Den erhalten gebliebenen Dokumenten zufolge wurde die Wallfahrtskirche „Ermita del Calvario“ Ende des 15. Jahrhunderts dank der Spenden von Gläubigern der Gemeinde und auf Wunsch des Paters Mariscal erbaut. Der Tempel wurde kurz nach seiner Errichtung durch einen Kapellenwächter namens Bruder Mendoza um einen zusätzlichen Raum erweitert. Die Franziskaner des Klosters San Bernardino übernahmen die Wallfahrtskirche und legten dort sogar einen Kreuzweg an, von dem noch Kreuze und Kapellen mit den Kreuzstationen erhalten sind. In der Kapelle wird ein Bildnis von „San Francisco de Paula“ aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verehrt, aber auch andere religiöse Figuren wie „Santa Rosa de Viterbo“, San Juan Evangelista und „María Santísima de la Soledad“ werden dort angebetet.

Kloster „Convento de Corpus Christi“

Das im Auftrag des ersten Herzogs von Alcalá und Markgrafen von Tarifa testamentarisch errichtete Kloster „Convento de Corpus Christi“ wurde 1597 als Kloster eingeweiht und zunächst von Nonnen des Zisterzienserordens bewohnt. Von seiner Gründung bis zu seiner Schließung wurde das Kloster von mehreren Bränden heimgesucht, vor allem von dem Brand im Jahr 1685, bei dem die Kapelle in Schutt und Asche gelegt wurde. Das Gebäude wurde nach seiner Aufgabe von der Stadtverwaltung gekauft und an die Caja de Ahorros de Jerez (Sparkasse von Jeréz) abgetreten, die es restaurierte und in die heutige Sekundarschule umbaute.

Casa Ordoñez (Ordoñez-Haus)

Das „Casa Ordoñez“ ist eines der emblematischsten Gebäude der Stadt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut, diente es als Residenz für Adelige. Das zweigeschossige Gebäude wurde von der Familie Muñoz de Mendoza bewohnt. Eine der Damen der Familie heiratete Francisco Ordoñez, der den Titel „Alférez Mayor“ und „Teniente de Corregidor de Bornos“ trug und dem Haus auch seinen Namen verlieh.

Kirche der Resurrección (Auferstehung)

Im 16. Jahrhundert hinterließ der aus Bornos stammende Diego Álvarez testamentarisch den Auftrag zum Bau eines Krankenhauses und einer Kirche. Von diesem Auftrag ist nur noch die Kirche der Resurrección erhalten geblieben, in der ein prächtiger vergoldeter Altar im Barock-Stil mit salomonischen Säulen beherbergt ist. Sie enthält in ihrem Inneren ein Bildnis des „Cristo de la Flagelación“ (Geißelung) aus dem 17. Jahrhundert und ein Gemälde der Jungfrau „Virgen de los Dolores“.

Molino del Arco (Bogenmühle)

Die „Molino del Arco“ (Bogenmühle) gehört zu einer Reihe von Wasserbauwerken aus dem 16. Jahrhundert und ist ein Überbleibsel jener Bauten, die für die Wasserversorgung der Gemeinde zuständig waren. Die Mühle, die als einen Abschnitt des Kanals darstellt, verfügt über eine lieva, ein architektonisches Element, dessen Zweck darin bestand, dem Wasser die richtige Höhe zu verleihen, damit es in de Behälter fallen konnte.

Gärten des Palastes der Familie Ribera

Als eine der Hauptattraktionen in der Gemeinde gilt der Besuch der Gärten des Palastes der Familie Ribera, die von der Renaissance geprägt sind und eindeutig in den Obstgärten des Vatikans inspiriert sind. Die Gärten, die aufgrund ihres historischen Wertes als Gut von kulturellem Interesse erklärt wurden, waren Teil der Erweiterungsprozesse, die im 15. Jahrhundert stattfanden.

Burg-Palast der Familie Ribera

Eines der besten Beispiele für die christliche Rückeroberung und den architektonischen Einfluss der Renaissance ist der Burgpalast der Familie Ribera. Von der Festung, die in ihren Anfängen ein muslimisches Bollwerk war, ist nur noch ein Teil der Mauern aus dieser Zeit erhalten. Erst im 16. Jahrhundert wurde sie restauriert und in einen Palast im für die spanische Frührenaissance charakteristischen Baustil umgewandelt. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass der Komplex bis zu seinem Erwerb durch die Gemeinde Bornos im Jahr 1949 im Besitz der Familie Medinaceli war.

Casa de la Cilla (Cilla-Haus)

Das „Casa de la Cilla“ ist ein gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbautes emblematisches Gebäude, das als Ort für die Erhebung der Kirchensteuer oder Zehnt diente. Die rosa Farbe seiner Fassade ist erhalten geblieben. Es handelt sich um ein privates Anwesen, das restauriert und in ein Wohnhaus umgewandelt wurde.

Loggia

Bornos verfügt über eine in ganz Andalusien einzigartige Touristenattraktion, die Loggia. Diese Galerie oder Bogenreihe ist das einzige Überbleibsel einer Hauptfassade im pompejanischen Stil aus dem 16. Jahrhundert, das in der gesamten autonomen Gemeinschaft erhalten ist. Sie wurde von den Edelleuten von Bornos in Auftrag gegeben, die damit eine Kunstgalerie unter freiem Himmel errichten wollten. Diese von Benvenuto Tortello kreierte Komposition besteht aus einer Bogenstruktur, die in einem klassischen römischen Fries endet und Statuen enthielt, die heute in der „Casa de Pilatos“ in Sevilla beherbergt sind.

Das Kloster „Santa María del Rosario”

Das 1505 gegründete Kloster „Santa María del Rosario“ ist eines der größten religiösen Gotteshäuser der Gemeinde. Architektonisch sticht besonders der Kreuzgang mit seinen 56 Säulen hervor. Im 18. Jahrhundert erlebte das Gebäude seine Blütezeit, die auf die Weisheit der dort lebenden Mönche zurückzuführen war. Der Säkularisierungsprozess von Mendizábal im Jahr 1895 führte dazu, dass viele Ordensgemeinschaften, darunter auch dieses Kloster, aufgegeben werden mussten. Ein Turm und ein Teil der Mauern sind heute noch erhalten.

Routen

Route Cañada de Morón bis Carissa Aurealia

Kurz vor dem Ortseingang von Bornos, von Arcos de la Frontera kommend, beginnt die Route Cañada de Morón nach Carissa Aurealia. Folgt man dem Verlauf des Flussbetts Morón, gelangt man zu den Ruinen von Carissa Aurelia. Der Hohlweg, der in der „Sierra de Bornos“ beginnt, findet seinen Lauf zwischen Hügeln und kleinen Landhäusern, unterhalb des Gipfels von San Cristóbal.

Aussichtspunkt „El Olivar“

Vom Aussichtspunkt „El Olivar“ ist die „Sierra de Grazalema“ oder den Fluss Guadalete zu sehen, der durch die Gemeinde fließt.

Ruta del Vía Crucis (Kreuzweg-Route)

Der von den Franziskanern im 17. Jahrhundert eingeführte Kreuzweg stellt den Weg nach, den Jesus Christus von seinem Verhör bis zu seiner Kreuzigung erlitten hat. In diesem Fall beginnt die Route am Kloster und endet an der Wallfahrtskirche „Ermita del Calvario“, vorbei an mehreren Altären und Kreuzen, die aus dieser Zeit verblieben sind.

Der Eukalyptusweg

In Bornos gibt es auch den „Paseo de los Eucaliptos“ (Eukalyptusweg), einen Wanderpfad, der am „Embarcadero“ (Bootssteg) in Richtung „Vía Verde“ (Grüner Pfad) beginnt und zu einem alten Haus namens „Huerta Alameda“ führt. Nach Verlassen dieses Gebäudes, kommt der Besucher zu einem Ort, an dem sich die Überreste zweier Mühlen aus dem 16. Jahrhundert befinden. Der Weg führt weiter bis zum Eukalyptuswald am Ufer des Guadalete-Flusses und endet wieder am Ausgangspunkt.

Vía Verde (Grüner Weg)

Am Fuße der stillgelegten Eisenbahnlinie, die Jerez und Almargen über Bornos verbinden sollte, wurde die „Vía Verde“ (Grüner Weg) angelegt. Eine Route, die von der Anlegestelle in Bornos über die Brücke „Ventiun Ojos“ (Brücke der einundzwanzig Augen) durch einen Korridor mit üppiger Vegetation führt und bei der Ankunft im Ortsteil endet. Wanderer und Radfahrer können hier die Vielfalt der unter Naturschutz stehenden Arten beobachten, die im Naturschutzgebiet leben.

Naturgebiet „Cola del Embalse de Bornos”

Das Naturgebiet „Cola del Embalse de Bornos“ ist eine natürliche Enklave, die zwischen Bornos, Arcos de la Frontera und Villamartín liegt und im Jahr 1989 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Es handelt sich um ein Gebiet, das sich durch das Nisten von Wasservögeln auszeichnet und in dem eine große Vielfalt von Tierarten wie Fischotter, Fischadler und Purpurreiher beheimatet ist. Zahlreiche geschützte Vogelarten überwintern hier jedes Jahr, was dazu beiträgt, das dieses Gebiet landschaftlich zu einem einzigartigen Ort wird.

Aussichtspunkt „El Nacimiento“

Am Aussichtspunkt „El Nacimiento“ bekommt der Besucher die Gelegenheit einige geografische Orte zu bewundern, darunter die Gemeinde Bornos, der Fluss Guadalete und im Hintergrund die „Sierra de Grazalema“ (Gebirgszug).

Aussichtspunkt „El Pinar“

Der Aussichtspunkt bietet einen schönen Blick auf Bornos, den Fluss Guadalete und im Hintergrund auf die „Sierra de Grazalema“.

Monumental-Route von Bornos

Die Monumental-Route von Bornos führt die Besucher auf einen Rundgang vorbei am gesamten historischen Kulturerbe der Stadt. Der Rundgang führt vorbei am Haus-Palast der Familie Ribera, an der Kirche „Santo Domingo de Guzmán“ und das Kloster „Convento de Corpus Christi. Mit einer Dauer von ein bis zwei Stunden und der einfachen Streckenführung die Route als eine gute Option für alle Besucher, die die Geschichte der Stadt anhand ihrer bedeutendsten Gebäude aus nächster Nähe kennen lernen möchten.

Aussichtspunkt Guadalete

Der Aussichtspunkt Guadalete, von dem aus der gleichnamige Fluss zu sehen ist, der durch die Stadt fließt und seinen Lauf durch den Naturpark „Cola del Embalse“ nimmt, einem Gebiet mit üppiger Vegetation und einer vielfältigen Fauna, in der die Vogelbeobachtung eine bedeutende Rolle spielt.

Wanderweg „Camino de la Sierra“

Der Wanderweg „Camino de la Sierra“ beginnt an der alten Nationalstraße in der „Sierra del Calvario“ und führt bis zum Tajo-Fluss. Eine Route, die aufgrund der zahlreichen Heilpflanzen, die entlang des Weges wachsen, von großem botanischen Interesse ist und die unvergessliche Ausblicke bietet, wie z.B. auf den See am Fuße der „Villa de Bornos“ mit der „Sierra de San Cristóbal“ im Hintergrund. Vom Aussichtspunkt an der Einfahrt zur „Carretera Vieja“ kommt der Wanderer in den Genuss eines Panoramablicks auf die Sierra (Gebirgszug) genießen.

Uferweg des Stausees von Bornos

Der Uferweg des Stausees von Bornos ist ein Weg, der an der „Islita“ beginnt – einer steinernen Erhebung, die vom Fluss Guadalete umgeben ist und somit eine Insel bildet – und am Staudamm von Bornos endet. Der Weg, der auch den Spitznamen „de la Angostura“ trägt, führt an der tiefsten Stelle des Tals entlang. Auf dem Weg werden Tunnel und Schluchten durchquert, die diese Route zu einer einzigartigen Attraktion machen.

Feierlichkeiten

Wallfahrt „San Isidro Labrador“

Mitte Mai findet die Wallfahrt „San Isidro Labrador“ statt. Die Feierlichkeiten beginnen mit einer Prozession, in der der Heilige in Begleitung der Gläubiger in einen Baumhain in der Nähe des Dorfes Bornos getragen wird. Dort angekommen, wird der Tag mit Feierlichkeiten, Essen und Musik verbracht. Der Tag endet mit der Heiligen Messe, die nach der Rückkehr des Heiligen in der Pfarrkirche abgehalten wird.

Karwoche

Wie in den meisten andalusischen Gemeinden ist die Karwoche eines der am sehnlichsten erwarteten Feste des Jahres. Dieses Fest ist in Bornos von ganz besonderer Bedeutung, denn Bornos war die erste Gemeinde in Spanien, in der der Kreuzweg durchführt wurde, und die somit als Vorreiter bei der Durchführung der Kreuzwegstationen und dem Umzug von Heiligenstatuen gilt.

Fronleichnam

Die Straßen von Bornos werden jedes Jahr zu Fronleichnam geschmückt, einem Fest, das mit der Kommunionzeit zusammenfällt, weshalb viele Kinder das Bildnis des Heiligen auf seiner Prozession durch die Gemeinde begleiten.

Tag des Fahrrads

Eines der Angebote, die die Gemeinde zur Förderung von Sport und gesunder Lebensweise ins Leben gerufen hat, ist der Tag des Fahrrads. Die vom Sportverein Ciudad del Lago in Zusammenarbeit mit drei öffentlichen Bildungseinrichtungen organisierte Veranstaltung bietet eine Tour, die vom Stadtzentrum aus bis zu einem Campingplatz führt, und in einem geselligen Beisammensein mit zahlreichen Aktivitäten, Verlosungen und gutem Essen endet. Der Ortsteil von Bornos feiert diese Veranstaltung üblicherweise am Tag vor derselben Veranstaltung in der Gemeinde Bornos.

Feste zu Ehren der Schutzpatronin: Nuestra Señora del Rosario

Der erste Sonntag im Oktober gilt als einer der bedeutendsten Tage im Kalender von Bornos, denn an diesem Tag findet das Fest zu Ehren der Schutzpatronin „Nuestra Señora del Rosario“ statt. Seit der Gründung der Vereinigung und der alten Laienbruderschaft in Jerez gegen Mitte des 18. Jahrhunderts wird dieses Fest zu Ehren der Heiligen abgehalten. Der Tag beginnt mit der Zusammenkunft der gesamten Gemeinde zur feierlichen Zeremonie, gefolgt von der Prozession, in der das Bildnis durch die Straßen der Stadt getragen wird. Die Novene zu Ehren der Jungfrau „Virgen del Rosario“, die am Vortag stattfindet, und der „Rosario de la Aurora“ (Rosenkranz der Aurora), der jeden Sonntag im Oktober gefeiert wird, vervollständigen die Veranstaltungen zu Ehren der Schutzpatronin.

Quema de Judas (Judas-Verbrennung)

In diesem Zusammenhang wird am Karsamstag auch die „Quema de Judas“ (Judasverbrennung) gefeiert. Dabei handelt es sich um eine Verbrennung von Puppen durch die Dorfbewohner, um den Verrat des Apostels an Jesus Christus symbolisch zu bestrafen. Die Feierlichkeiten werden im Laufe des Abends mit musikalischen Darbietungen fortgesetzt.

Feste zu Ehren des Schutzpatrons: San Laureano

Zum Höhepunkt der Sommersaison schmückt sich das Dorf wiedermals für die Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Laureano. Der Schutzpatron, der von den Einwohnern von Bornes als solcher gewählt wurde, weil ihm das Erbringen eines Wunder in der Zeit, als die Pest ihr Unwesen trieb, zugeschrieben wurde, wird jedes Jahr in Begleitung der Einwohner durch die Straßen des Dorfes getragen. Auftritte von Musikgruppen und Feierlichkeiten im Laufe des ganzen Tages runden Moment der Freude und Hingabe ab.

Piñata-Sonntag

Der von den Karnevalisten am sehnlichsten erwartete Tag ist zweifelsohne der Piñata-Sonntag, der am zweiten Wochenende dieser Festveranstaltung stattfindet. An diesem besonderen Tag zieht ein Umzug durch die Straßen der Stadt, begleitet von Musikgruppen und den kostümierten Einwohnern selbst, die um den Preis für das beste Kostüm wetteifern.

Kulturwoche

Jedes Jahr findet in der Stadt die „Semana Cultural“ (Kulturwoche) statt, die von dem gleichnamigen Verein organisiert wird. Im Laufe der Veranstaltung, die 8 Tage im Kalender von Bornos einnimmt, werden zahlreiche Aktivitäten durchgeführt, wie Theater- und Musikaufführungen, Führungen und Workshops. Eine Gelegenheit, die Stadt in kultureller Hinsicht kennen zu lernen, wobei sowohl Erwachsene als auch Kinder einbezogen werden.

Karneval

Der Karneval von Bornes, der wie in den anderen Ortschaften auch im Februar stattfindet, gilt als eine tief verwurzelte Tradition, die in Andalusien sogar zum Fest von touristischem Interesse erklärt wurde. Der Karneval gilt als das am meisten erwartete Fest der Stadt und hat sogar die Zensur überstanden, was diese Festlichkeit zu einem wichtigen Bestandteil der Stadtgeschichte macht. Zwei Wochen vorher beginnt die „Peña Carnavalesca“ (Karnevalsvereinigung) mit der Organisation von Aktivitäten wie „la morcillá“, bei der die Verkostung dieser Wurstspezialität (Blutwurst) von musikalischen Darbietungen verschiedener Gruppen begleitet wird.

Volksfest

Seit fast zehn Jahrhunderten werden in ganz Andalusien Volksfeste abgehalten. Ursprünglich waren sie für kommerzielle Zwecke bestimmt, doch heute haben sie einen eher festlichen Charakter. Die traditionelle „Feria de Bornos“ findet Mitte September statt, während das Volksfest des Dorfes „Coto de Bornos“ Ende August abgehalten wird. Das Festgelände und die Beleuchtung gelten als Aushängeschild dieser Tage, an denen die Sevillanas (Flamenco-Tänze) und der Wein die Stars der Veranstaltung sind.

Karnevalsnacht

Im August wird in Bornos wieder Karneval gefeiert, und zwar mit der „Noche Carnavalesca“, einer von der „Peña de Bornos“ organisierten Veranstaltung, die jedes Jahr mehr und mehr Besucher anzieht und in einer Nacht die Wartezeit bis zum ersehnten Karnevalsmonat Februar verkürzen soll.

Gastronomie

Wurstwaren

Die nach traditioneller Art hergestellten Wurstwaren sind in der Gemeinde ebenfalls seit Jahrzeiten bekannt.

Feria del caracol (Schneckenmesse)

Weitere gastronomische Attraktionen stellen die verschiedenen Rezepte dar, die aus Schnecken zubereitet werden können, die vor allem in der Hochsaison gesammelt und auf der jährlich stattfindenden „Feria del Caracol“ (Schneckenmesse) präsentiert werden.

Früchte der Region

Zum guten Schluss können wir noch mit den Früchten der Gegend wie Datteln, Feigen oder den berühmten Granatäpfeln und Aprikosen aus Bornes für geschmackliche Stimmung sorgen.

Geerntete Anbauprodukte

Weil die Feldfrüchte auf traditionelle Weise geerntet werden ist der Geschmack der lokalen Produkte, die in großer Vielfalt vorhanden sind, von außergewöhnlicher Qualität. Eine der Spezialitäten der Stadt sind Eintöpfe, die gemeinsam mit dem Wildfleisch eine abwechslungsreiche Speisekarte bilden, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Schmorgerichte wie Berza de Tagarnina, Wildfleischeintöpfe und Spargelsuppen sind Teil der gastronomischen Tradition der Gemeinde.

Aktivitäten in Bornos

Bornos

Molino del Arco (Bogenmühle)

Die „Molino del Arco“ (Bogenmühle) gehört zu einer Reihe von Wasserbauwerken aus dem 16. Jahrhundert und ist ein Überbleibsel jener Bauten, die für die Wasserversorgung der Gemeinde zuständig waren. Die Mühle, die als einen Abschnitt des Kanals darstellt, verfügt über eine lieva, ein architektonisches Element, dessen Zweck darin bestand, dem Wasser die richtige Höhe zu verleihen, damit es in de Behälter fallen konnte.

Bornos

Wallfahrtskirche „Ermita del Calvario“

Den erhalten gebliebenen Dokumenten zufolge wurde die Wallfahrtskirche „Ermita del Calvario“ Ende des 15. Jahrhunderts dank der Spenden von Gläubigern der Gemeinde und auf Wunsch des Paters Mariscal erbaut. Der Tempel wurde kurz nach seiner Errichtung durch einen Kapellenwächter namens Bruder Mendoza um einen zusätzlichen Raum erweitert. Die Franziskaner des Klosters San Bernardino übernahmen die Wallfahrtskirche und legten dort sogar einen Kreuzweg an, von dem noch Kreuze und Kapellen mit den Kreuzstationen erhalten sind. In der Kapelle wird ein Bildnis von „San Francisco de Paula“ aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verehrt, aber auch andere religiöse Figuren wie „Santa Rosa de Viterbo“, San Juan Evangelista und „María Santísima de la Soledad“ werden dort angebetet.

Bornos

Pfarrkirche „Santo Domingo de Guzmán“

Die Pfarrkirche „Santo Domingo de Guzmán“ ist ein religiöser Tempel, dessen Bauzeit unbekannt ist. In ihr existieren nebeneinander zwei verschiedene architektonische Bau-Ordnungen: der spitzbogige Teil- derzeit stark reformiert – und der Teil im barocken Stil. Das Gebäude mit rechteckigem Grundriss und drei Schiffen weist einen Glockenturm an der Fassade auf, der aus dem Jahr 1732 stammt. Das wertvollste Element dieser Basilika ist ihre Steinfassade, die zwar nicht vollständig ist, jedoch darauf hinweist, dass dort die Reliquien der Märtyrer Santo Tomé, San Dionysius, San Cosmas und San Daniel, Santa Afra, San Sebastian und San Sabas aufbewahrt wurden.

Bornos

Casa de la Cilla (Cilla-Haus)

Das „Casa de la Cilla“ ist ein gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbautes emblematisches Gebäude, das als Ort für die Erhebung der Kirchensteuer oder Zehnt diente. Die rosa Farbe seiner Fassade ist erhalten geblieben. Es handelt sich um ein privates Anwesen, das restauriert und in ein Wohnhaus umgewandelt wurde.

Bornos

Kloster „Convento de Corpus Christi“

Das im Auftrag des ersten Herzogs von Alcalá und Markgrafen von Tarifa testamentarisch errichtete Kloster „Convento de Corpus Christi“ wurde 1597 als Kloster eingeweiht und zunächst von Nonnen des Zisterzienserordens bewohnt. Von seiner Gründung bis zu seiner Schließung wurde das Kloster von mehreren Bränden heimgesucht, vor allem von dem Brand im Jahr 1685, bei dem die Kapelle in Schutt und Asche gelegt wurde. Das Gebäude wurde nach seiner Aufgabe von der Stadtverwaltung gekauft und an die Caja de Ahorros de Jerez (Sparkasse von Jeréz) abgetreten, die es restaurierte und in die heutige Sekundarschule umbaute.

Bornos

Loggia

Bornos verfügt über eine in ganz Andalusien einzigartige Touristenattraktion, die Loggia. Diese Galerie oder Bogenreihe ist das einzige Überbleibsel einer Hauptfassade im pompejanischen Stil aus dem 16. Jahrhundert, das in der gesamten autonomen Gemeinschaft erhalten ist. Sie wurde von den Edelleuten von Bornos in Auftrag gegeben, die damit eine Kunstgalerie unter freiem Himmel errichten wollten. Diese von Benvenuto Tortello kreierte Komposition besteht aus einer Bogenstruktur, die in einem klassischen römischen Fries endet und Statuen enthielt, die heute in der „Casa de Pilatos“ in Sevilla beherbergt sind.

Wie gelangt man nach Bornos

Die Gemeinde Bornos liegt in der Sierra de Cádiz, im Norden der Provinz.

Von Sevilla aus bestehen drei ähnliche Routen, über die man nach Bornos gelangt: über die N-IV, die AP-4 und schlieβlich über die A-371 oder die A-376.

Von Cádiz aus erreicht man die Stadt am besten über die Autobahn AP-4 und die A-382.

Von Jerez de la Frontera aus ist die A-382 wiederum der schnellste Weg dorthin.

Von Málaga aus nimmt man die A-357 und dann die Landstraße von Antequera oder die A-384.

Von Ronda aus führt der kürzeste Weg über die A-374 und dann über die A-384 in die Stadt.

Die Firma COMES bietet Transportverbindungen von Cádiz und Jerez de la Frontera. Nach Bornos. Auf der anderen Seite erreicht die Flotte des Unternehmens DAMAS die Stadt von Sevilla, Jerez de la Frontera und Malaga aus. Alle Informationen sind auf den jeweiligen Websites der Unternehmen zu finden:

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