Pueblos Blancos

 

Arcos de la Frontera liegt im Nordwesten der Provinz Cádiz. Die vom Fluss Guadalete umgebene Gemeinde befindet sich am Gebietseingang der Sierra de Cádiz und ist die erste Ortschaft auf der als Pueblos Blancos (Weiße Dörfer) bezeichneten Route.

 

Arcos de la Frontera wurde von den Römern gegründet. Die Gemeinde blühte jedoch erst  nach der nasridischen Invasion richtig auf und wurde schließlich zu einem kleinen Taifa-Königreich. Die volle architektonische Entfaltung und die Raumplanung der Stadt fanden mit der christlichen Rückeroberung durch Alfonso X. statt und erreichten ihren Höhepunkt zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert.

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GASTRONOMIE

FEIERLICHKEITEN

ROUTEN

KULTURERBE

Kulturerbe

Überreste der ehemaligen Arabischen Mauer

Aus der muslimischen Zeit sind die Überreste der ehemaligen Arabischen Stadtmauer erhalten, einer Festung, die in der Tabiya-Technik erbaut wurde und je nach Standort unterschiedlich dick ist. Die Anlage wies drei Haupttore auf, von denen nur noch eines, das Matrera-Tor, erhalten ist.

Das Kloster „Convento de la Encarnación“

Das Kloster „Convento de la Encarnación“ diente im 15. Jahrhundert als religiöser Tempel, Krankenhaus und Bruderschaftssitz. Erst in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde es zum Wohnsitz für Ordensleute. Das Gotteshaus mit seiner gotischen Fassade und seinem üppigen Baustil besteht aus einem einzigen Schiff, obwohl nach der Säkularisierung von Kirchengütern nur noch Überreste der für Niederandalusien typischen Architektur übrig geblieben sind. Heute ist das Kloster auch unter dem Namen „Exposición Parroquial de Arte Sacro Domus“ (Pfarrkirchliche Ausstellung sakraler Kunst Domus Die) bekannt.

Das Kloster „Convento de las Mercedarias“

Das „Convento de las Mercedarias“ (Kloster des Ordens der Mercedarier) ist das einzige Kloster, das heute noch in der Stadt zu sehen ist. Es wurde dank der Schenkungen von Beatriz de la Calle, Edeldame von Arcos, im Jahr 1642 gegründet. In der Kapelle befindet sich ein Altarbild im Barockstil mit der Darstellung von „Nuestra Señora de la Merced“ und San José. Das Kloster beherbergt unter anderem ein Standbild des Schutzpatrons der Stadt, San Miguel, ein weiteres mit einem Jesuskind, und einen bargueño (Antiker Holzschrank).

Puerta Matrera (Matrera-Tor)

Das Matrera-Tor ist eine Enklave in der Stadt, die als wichtiger Verteidigungspunkt im östlichsten Teil der Stadt diente. Es bestand aus vier Türmen, einem würfelförmigen zentralen Baukörper und einem Festungsturmpaar, von dem nur noch der linke, der „Torre del Homenaje“ (Burgfried) erhalten ist. Das Tor wurde im 17. und 18. Jahrhundert mehrmals umgebaut, Reste der alten Mauer sind noch zwischen den neben dem Tor stehenden Häusern zu sehen. Der obere Teil weist einen Bogen mit einfach gewölbter Kapelle mit Laterne auf, die ein Standbild der „Virgen del Pilar“ beherbergt, das kürzlich restauriert wurde. Derzeit verbindet das Tor das Untere Stadtviertel mit der Altstadt der Gemeinde.

Kirche San Miguel

Die Kirche San Miguel war ursprünglich eine muslimische Festung, die auf der Anhöhe einer Ebene stand, bis sie zu Ehren des Heiligen San Miguel in einen christlichen Tempel umgestaltet wurde. Nach den Regenfällen des Jahres 1684 stürzte sie ein und wurde stark beschädigt, wurde jedoch im 18. Jahrhundert wiederhergestellt. Obwohl dieser Raum derzeit nicht für Gottesdienste genutzt wird, diente er früher als Zufluchtsort für Waisenmädchen und wird heute nur noch als Kultursaal genutzt.

Molinos del Río (Flussmühlen)

Die Molinos del Río (Flussmühlen) sind Bauwerke, die noch heute erhalten sind und von der landwirtschaftlichen Entwicklung der Stadt zeugen. Angetrieben vom Strom des Guadalete-Flusses wurden sie zum Mahlen von Getreide und zur Brotherstellung verwendet. Die Mühlen von San Félix, Algarrobo, San Antón und Angorrilla sind noch erhalten, bei denen heute noch Teile des Mechanismus zu sehen sind.

Haus-Palast der García de Veas

Der Haus-Palast der García de Veas, der sich im unteren Teil der Gemeinde befindet, ist ein weiteres interessantes Bauwerk der Stadt, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. An der Fassade ist ein steinernes Wappen zu sehen, das die Familiennamen García, Veas, Guerra, Sevillano, Lara und Ayllón trägt. Ein großer zentraler Innenhof gestaltet den Innenbereich des Gebäudes.

Der alte Haus-Palast der Markgrafen von Torresoto

Es handelte sich um das erste Haus der Adelsfamilie. An der Fassade aus dem 18. Jahrhundert sind die Wappen der Familien Andino, Gamaza, Bohórquez und Quintanilla erhalten, die hier lebten. Erst 1831 ging es in den Besitz des Markgrafen von Torresoto über. Die Kachel aus dem 18. Jahrhundert auf der rechten Seite der Fassade deutet darauf hin, dass die Familien, die in diesem Haus-Palast wohnten, der Inquisition angehörten.

Die Brücke von San Miguel oder auch Eisenbrücke

Es handelt sich hierbei um eine im Jahr 1920 von dem damaligen Bürgermeister Juan José Velázquez-Gaztelu eröffnete Plattform, die dazu dienen sollte den Fluss Guadalete zu überqueren. Sie ist die Antwort auf die Zerstörung durch Hochwasser der früheren Holzbrücken.

Rathaus

Das Rathaus von Arcos de la Frontera befindet sich heute noch in dem Gebäude, in dem es seit seiner Verlegung dorthin im Jahr 1634 untergebracht wurde. Die steinerne Fassade wird durch eine Figur des Erzengels Sankt Michael, dem Schutzpatron der Gemeinde, gekrönt. In den Innenräumen befinden sich Kunstschätze wie die Kassettendecke des Versammlungssaals im Mudéjar-Stil, ein Gemälde von Karl IV., zwei lebensgroße Porträts von Espartero und dem Generalkapitän von Arcos, dem General Moreno del Villar, sowie ein 1866 von Joaquín Caballero gestiftetes Gemälde, das die Dekorierung von drei Einwohnern der Gemeinde durch Alfonso XI. nach der Schlacht von Salado darstellt.

Fuente del Río (Brunnen am Fluss)

Die „Fuente del Río“ (Brunnen am Fluss) ist ein altes Bauwerk von großem Wert für die Einwohner von Arcos, das 1629 durch eine Überschwemmung zerstört wurde. Im darauf folgenden Jahr wurde der Brunnen wiederhergestellt. Heute befinden sich seine Überreste im unteren Teil der Stadt und diese geben einem der Stadtteile ihren Namen.

Die Kirche San Agustín

Die Kirche San Agustín wurde ursprünglich als Kloster „Convento de San Juan Letrán“ erbaut, das während des Baus des Klosters der Encarnación als Unterkunft für die in Klausur lebenden Novizen (Emparedadas oder Eingemauerten) diente. Obwohl sie bereits im Jahr 1539 erbaut wurde, gründete der Orden San Agustín de la Observancia das Kloster der barfüßigen Augustinermönche erst im Jahr 1586. Das Kloster konnte auf 20 Prediger zählen, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts dort Philosophie, Kunst und Grammatik unterrichteten. Zu Beginn des folgenden Jahrhunderts begann der Niedergang des Klosters als es nur noch auf 6 Mönche zählen konnte, die den Tempel nach der Säkularisierung im Jahr 1835 aufgaben.

Die „Capilla de la Misericordia“ (Kapelle der Barmherzigkeit)

Die „Capilla de la Misericordia“ (Kapelle der Barmherzigkeit) wurde ursprünglich als Hospiz für verlassene Kinder sowie als Frauenhaus und Krankenhaus genutzt. Sie wurde 1490 von den Markgrafen von Cádiz erbaut und dient heute als Ausstellungshalle für kulturelle Veranstaltungen und Konferenzen. Die Fassade ist im mittelgotischen Stil gehalten und im Inneren befinden sich die einzigen Porträts der Markgrafen von Cádiz, die heute noch erhalten sind.

Haus-Palast der Familie Núñez

Der Haus-Palast der Núñez de Prado diente bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Residenz der Adligen und ging dann in den Besitz von Privatpersonen über, die das Gebäude abrissen. Zu Beginn des darauf folgenden Jahrhunderts wurde das Gebäude als Mehlfabrik oder Kaffeerösterei genutzt. Heute ist es ein Mietshaus.

Der Haus-Palast des Grafen „Conde del Águila“

Der Haus-Palast des Grafen Conde del Águila ist ein Gebäude im Gotik-Mudéjar-Stil und gilt gerade aufgrund dieser Mischung von Stilrichtungen als eines der architektonischen Schmuckstücke der Stadt. Das Gebäude wurde im 15. Jahrhundert erbaut, bei der Tieferlegung der Straße im Jahr 1852 erhielt seine Fassade jedoch weiter an Höhe.

Die Burg Ducal

Die herzogliche Burg ist eine militärische Festungsanlage, die während der Nasridenzeit als Alcázar (arabische Festung) diente und nach den Sanierungsarbeiten im 14. und 15. Jahrhundert weiterhin in ihrem aktuellen Zustand beibehalten wird. Aus demselben Jahrhundert sind der „Torre del Secreto“ (Turm des Geheimnisses), der Adarve de Levante (östlicher Wehrgang), die südlichen „Torres de Flanqueo“ (Flankentürme), die große „Aljibe del Patio de Armas“ (Zisterne im Waffenhof) und die „Merlones de Cobertura Piramidal“ (Pyramidenförmige Zinnen) erhalten geblieben. Die Burg kann heute durch den Bogengang betreten werden, in dem das Oratorium der Stadtverwaltung untergebracht war. Das sich heute in Privatbesitz befindliche Wappen der Herzöge von Arcos krönt das Portal.

Das Jesuitenkloster „Convento de los Jesuitas”

Der Jesuitenorden „Orden de los Padres Jesuitas de la Misecordia“ war für die Leitung des gleichnamigen Klosters zuständig. Der Adlige Diego de Virués stellte sein Haus für diesen Zweck zur Verfügung und übernahm die Kosten für die Gründung. Das Jesuitenkloster ging nach den Säkularisierungsmaβnahmen von 1785 durch ein Zugeständnis des Königs in die Hände des Mercedarierordens über, was zur Vertreibung der bis dahin dort ansässigen Mönche führte. Derzeit wird das Kloster als öffentliche Schule genutzt und ist als „Colegio Virgen de las Nieves“ bekannt.

Mayorazo-Palast

Der Mayorazo-Palast wurde im 18. Jahrhundert erbaut und weist das Wappen der Familie Núñez de Prado an seinem Giebel auf. Er beherbergt derzeit den Sitz des städtischen Kulturamts und bietet verschiedene Ausstellungsräume. Im unteren Teil des Gebäudes befinden sich die Städtische Kunstgalerie und der Andalusische Garten. Architektonisch zeichnet sich das Gebäude durch seine zwei mit Säulen versehenen Innenhöfe und seine Säle mit verzierten Holzdächern aus.

Die Kirche María Auxiliadora

Die finanziellen Zuwendungen seitens der Adeligen Isabel de Palacios Espinosa, mit denen eine Abtei für Mönche gegründet werden sollte, die als Grabstätte für ihre Familie dienen sollte, führten zum Bau der Kirche María Auxiliadora. Das im Jahr 1644 eröffnete Gebäude diente als Hörsaal für den Theologie- und Kunststudien. Im Inneren befinden sich Bildnisse wie das von San Pedro de Alcántara und ein Kerzenständer der Jungfrau „Virgen Fuensanta“ aus dem 18. Jahrhundert.

Der Haus-Palast von Juan de Cuenca und Farfán de los Godos

Der Haus-Palast von Juan de Cuenca y Farfán de los Godos ist ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das die gesamte gleichnamige Straße einnimmt und zu Ehren des Militärs errichtet wurde, der die Stadt Cádiz im Jahr 1625 gegen den britischen Angriff unterstützte. Das Gebäude gestaltet sich um zwei große Höfe herum, die durch eine Treppe verbunden sind. An der Fassade ist ein Wappen der Familie Cuenca y Farfán de los Godos angebracht.

Das Kloster „Convento de la Caridad“

Zum Kloster „Convento de la Caridad“ gehört eine Gruppe von religiösen Gebäuden aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die achteckige Kirche weist auf beiden Seiten zwei Innenhöfe auf, in denen zwei Portale im Kolonialstil erhalten geblieben sind. Religiöse Bilder italienischen Ursprungs oder das Hauptaltarbild der „Virgen de la Caridad“ sind als Dekorationselemente im Inneren erhalten geblieben.

Kirche San Pedro

Ein weiteres symbolträchtiges religiöses Bauwerk in Arcos ist die Kirche San Pedro, die an der Stelle einer alten hispano-muslimischen Festung errichtet wurde, von der noch der Teil eines Turms erhalten ist, der in die Kirche integriert wurde. Die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche besteht aus einem einzigen Mittelschiff, an das später sechs Kapellen angebaut wurden, darunter die Ayllones-Kapelle. Die Kirche beherbergt ein Hauptaltarbild aus dem Jahr 1547, das einen deutlich flämischen Einfluss auf die spanische Kunst der damaligen Zeit an den Tag legt.

Basílica Menor (kleine Basilika) de Santa María

Die Basílica Menor (kleine Basilika) de Santa María ist das bedeutendste und älteste Gotteshaus der Gemeinde und sie wurde 1931 zum Nationaldenkmal und 1993 zur Basílica Menor (kleine Basilika) erklärt. Das auf den Überresten einer alten arabischen Moschee errichtete religiöse Gebäude wurde im Zeitraum von sechs Jahrhunderten erbaut, sodass seine Struktur vom Einfluss verschiedener architektonischer Stile geprägt ist, wie Gotik, Barock und Plateresker Stil. Bei der dreischiffigen Kirche ist jedes Schiff durch Säulen voneinander getrennt und sie beherbergt ein Altarbild aus der Renaissance, ein gotisches Wandgemälde, die Mumie von San Félix und die Kapelle „Capilla de las Las Nieves“ mit dem Bildnis des Schutzheiligen der Stadt.

Die Kirche San Francisco

Die von der Herzogin von Arcos gegründete Kirche San Francisco wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts an der Stelle errichtet, an der sich einst ein dem Heiligen Antonio de Padua geweihter Tempel befand. Die Einsiedelei wurde Ende des 17. Jahrhunderts zu einer Schule der Propaganda Fide, bis das Kloster durch die Säkularisierungsmaßnahmen des Mendizábal ausgelöscht wurde und nur noch die Kirche in Betrieb war. Die Basilika hat nur ein Mittelschiff mit drei angebauten Kapellen im gotischen, flamboyanten und barocken Stil. Im Inneren können wir Elemente wie den gefliesten Sockel aus dem 17. Jahrhundert, eine Figur der Unbefleckten Empfängnis und eine weitere des Jesuskindes sowie das Relief in der Kapelle der Seelen hervorheben.

Das Kloster „Convento de San Juan de Dios“

Das Kloster San Juan de Dios wurde zusammen mit einer Kapelle im 16. Jahrhundert als Krankenhaus San Sebastián errichtet. Im Jahr 1596 wurden alle Krankenhäuser in diesem Gebäude umstrukturiert. Als herausragendste Merkmale des Gebäudes können der mit Säulen umgebene Innenhof und die Treppe im Barockstil erwähnt werden, in dem religiöse Standbilder sowie ein flämischer Altaraufsatz im gleichen Stil, ein gotisches Bildnis des Cristo de la Vera-Cruz und eine weitere Schnitzarbeit der Jungfrau „Nuestra Señora de la Angustia“ zu sehen sind.Das Kloster San Juan de Dios wurde zusammen mit einer Kapelle im 16. Jahrhundert als Krankenhaus San Sebastián errichtet. Im Jahr 1596 wurden alle Krankenhäuser in diesem Gebäude umstrukturiert. Als herausragendste Merkmale des Gebäudes können der mit Säulen umgebene Innenhof und die Treppe im Barockstil erwähnt werden, in dem religiöse Standbilder sowie ein flämischer Altaraufsatz im gleichen Stil, ein gotisches Bildnis des Cristo de la Vera-Cruz und eine weitere Schnitzarbeit der Jungfrau „Nuestra Señora de la Angustia“ zu sehen sind.

Das Casa de Paletos (Haus der Paletos)

Das „Casa de Paletos“, wie das Haus von den Einheimischen genannt wird, ist ein emblematisches Gebäude der Stadt. Obwohl es seit 1977 im Besitz der Gemeinde ist, diente es seit Jahrhunderten zahlreichen Familien als Wohnhaus. Seit dem 17. Jahrhundert wurde es im Laufe der Geschichte zu zahlreichen Zwecken genutzt, als Ölmühle, Gasthaus oder sogar als Mehlfabrik. Die Renovierungsarbeiten wurden zwischen 2014 und 2015 durchgeführt.

Die Wallfahrtskirche „Ermita de San Antonio Abad“

Die Wallfahrtskirche „Ermita de San Antonio Abad“ ist ein religiöser Tempel, der auf Wunsch der Mönche dieses Ordens im alten Stadtteil Zarahonda errichtet wurde, die 1681 auch die Verlegung des Oratoriums in diesen Teil der Gemeinde beantragten. So wurde der Tempel, der unter der Schirmherrschaft der Herzöge von Arcos stand, bis 1787 vom Hospitalorden von San Antonio Abad genutzt. Mitte des 20. Jahrhunderts verfiel sie zur Ruine, insbesondere nach dem Einsturz ihres Gewölbes im Jahr 1961, und wurde erst vor einigen Jahren wiederhergestellt.

Wallfahrtskirche „Ermita de El Romeral“

Die Wallfahrtskirche „Ermita de El Romeral“ befindet sich in der Nähe eines Baches und einer Höhle, in der das Standbild eines Christus entdeckt wurde. Der Tempel wurde dank der Schenkungen des Adelsmanns Andrés Cabrera wiederhergestellt, nachdem er durch Überlaufen des Flusses Schaden genommen hatte. Im Jahr 1765 wurde die Wallfahrtskirche in ihrer heutigen Form restauriert. Im Inneren wird das Standbild des „Cristo del Romeral“ aufbewahrt, das aus dem Jahr 1766 stammt und auf der Wallfahrt zu Ehren dieses Heiligen in einer Prozession geehrt wird.

Theater „Olivares Veas“

Das Theater Olivares Veas ist ein Saal, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts dank der Schenkungen der Vereinigung „Círculo de la Unión“ errichtet wurde. Das Theater wurde 1994 restauriert und von Königin Sofia eingeweiht und dient heute als Bühne für Aufführungen, Konzerte und Schulveranstaltungen.

CICA: Interpretationszentrum der Stadt Arcos

CICA: Centro de Interpretación Ciudad de Arcos (Interpretationszentrum der Stadt Arcos) dient als Bezugspunkt für den Historischen Komplex der Stadt. Im Inneren befindet sich das Fremdenverkehrsbüro.

Routen

Wanderweg „Alter Eisenbahnweg Jerez – Almargen“

Der Alte Eisenbahnweg Jerez – Almargen folgt dem Verlauf der ehemaligen Eisenbahnlinie, die beide Gemeinden miteinander verband, und führt mitten durch Arcos. Auf der Strecke sind eine Vielzahl von Getreidefeldern zu sehen und es können dort verschiedene Vogelarten beobachtet werden, die in dieser Gegend häufig vorkommen. Die Hauptattraktion dieser Route befindet sich an ihrem höchsten Punkt, von dem aus man den Stausee von Arcos und das Stadtzentrum im Hintergrund sehen kann. Auf dem Rückweg kommen wir durch das Naturschutzgebiet „Paraje Natural de la Cola del Embalse de Arcos“, in dem eine Vielzahl von Wasservögeln beheimatet ist.

Wanderweg „El Santiscal“

Der Wanderweg El Santiscal, der in der gleichnamigen Siedlung beginnt, zeichnet sich durch die Landschaftveränderungen entlang der gesamten Strecke aus. Zunächst einmal gibt es einen Abschnitt, der entlang des Bewässerungskanals von Bornos verläuft, dem Hauptwasserversorger der Anbauflächen dieser Gegend. Von dort aus gelangt der Wanderer zum Naturgebiet „Paraje Natural de la Cola del Embalse de Arcos“, das zum besonderen Vogelschutzgebiet erklärt wurde und in dem zahlreiche Vogelarten von großem ökologischem Wert für die hiesige Pflanzenwelt leben. Den letzten Abschnitt bildet der künstliche Strand von Arcos, den wir erreichen, indem wir den Ufern des Stausees folgen. Dieser Ort bietet eine großartige Gelegenheit, verschiedene Wassersportarten zu betreiben.

Wanderweg „Cerros de Palmitos y Barbechos”

Der Wanderweg „Cerros de Palmitos y Barbechos“ befindet sich im Südwesten der Gemeinde, in der Nähe von „Junta de los Ríos“, dem Ortsteil, von wo aus dieser Wanderweg beginnt. Er führt durch einen grünen Korridor, der für die mediterranen Mittelgebirge ganz charakteristisch ist und von dem aus Hügel und Anhöhen zu sehen sind. Unter den Pflanzen und der Vegetation, auf die wir entlang des Weges stoßen, ist besonders die Zwergpalme hervorzuheben, die der Route ihren Namen gibt. Diese einzige auf der Halbinsel heimische Palmenart, ist eines der Wahrzeichen von Arcos de la Frontera.

Wanderweg „Tajo de Arcos“

Der Wanderweg „Tajo de Arcos“ gehört ebenso zu den schönsten Routen, die Arcos de la Frontera zu bieten hat. Auf der gesamten Strecke begleitet uns ein felsiger Steilhang, ein bis zu 100 Meter hoher Felsvorsprung, an dessen Fuß der Fluss Guadalete fließt. An verschiedenen Stellen des Weges stoßen wir auf Mühlen, Zeugen und Überreste des früheren Lebens in dieser Stadt. Die Flusslandschaft, die uns auf dem ganzen Weg begleitet, ermöglicht es dem Wanderer, verschiedene Arten der lokalen Fauna zu beobachten.

Wanderweg „Laguna de Benajima“

Der Wanderweg „Laguna de Benajima“ verläuft entlang des Naturparks Los Alcornocales, der sich einige Kilometer von der Strecke entfernt im Osten der Gemeinde befindet. Der Weg führt über mehrere mit Ackerprodukten bepflanzte Hügel, die früher einen ausgedehnten Bestand an Stein- und Korkeichen aufwiesen. Der abrupteste Landschaftswechsel findet auf dem letzten Stück des Weges statt, bei Erreichen der Lagune von Benajima. In dieser Gegend stehen noch Wälder mit Stein- und Korkeichen, wodurch es zu einem Gebiet von großem ökologischem Wert wird.

Wanderweg „Sierra Aznar“

Auf dem Wanderweg „Sierra Aznar“ stoßen die Besucher auf die Fundstätten, die zur archäologischen Route der Weißen Dörfer gehören. Diese historischen Überreste befinden sich 10 km von der Gemeinde Arcos entfernt, in der Nähe des Stadtviertels „La Perdiz“. Die Höhe, auf der sich die Überreste befinden, bietet einen unübertrefflichen Ausblick.

Wanderweg „El Romeral“

Der Wanderweg „El Romeral“ war ursprünglich für Radfahrer gedacht, er eignet sich jedoch auch für Fußgänger. Der Weg ist so angelegt, dass er von drei verschiedenen Ausgangspunkten aus begangen werden kann, zudem gibt es eine Abkürzung in „La Morla“. Je nachdem welcher Weg gewählt wird, besteht dadurch die Möglichkeit eine längere oder kürzere Route zu wählen.

Wanderweg „Las Huertas de Arcos“

Der Wanderweg „Las Huertas de Arcos“ zeichnet sich durch die Schönheit der Landschaft entlang seiner Strecke aus. Auf der Route ist es dem Wanderer möglich die peña (felsige Steinwand) aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, und er kann durch die Gegend rund um die Obstplantagen von Arcos, das Stadtviertel neben der Brücke von San Miguel oder entlang der Uferpromenade des Guadalete-Flusses spazieren.

Wanderweg „Tren del Azúcar“ (Zuckerzug)

Der Wanderweg „Tren del Azúcar“ (Zuckerzug) befindet sich am Stadtrand von Jédula, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die Landschaft von Cádiz hat. Dieser Weg folgt dem gleichen Schienenweg, der Mitte des letzten Jahrhunderts zwischen den Häfen von Cádiz und Cartagena angelegt wurde, obwohl er zuletzt für den Transport von Zuckerrüben und Zucker zwischen Jerez und Jédula genutzt wurde. Das auffälligste Bauwerk auf dieser Strecke ist der alte Bahnhof von Jédula, das einzige Überbleibsel auf dieser Bahnstrecke, da die gesamte Struktur dieses Bauwerks ebenso demontiert wurde. Auf dem Weg dorthin treffen die Wanderer auch auf das Wärterhaus oder einen traditionellen Brunnen, der sich an einer Abzweigung befindet, die zum Rastplatz „Mesas de Santiago“ führt.

Feierlichkeiten

Karneval

Der Karneval von Arcos, der in den 80er Jahren wiederentdeckt wurde, folgt dem gleichen Trend wie die Karnevalsveranstaltungen in der ganzen Provinz: ein Fest voller Musik und Spaß. Die Veranstaltung erreichte ihren Höhepunkt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und überlebte auf dem Lande insgeheim die damals verhängten Verbote. comparsas, cuartetos, chirigotas und murgas begleiten den Umzug der Festwagen und kostümierten Teilnehmer in der großen Woche dieser Gemeinde im Februar.

Wallfahrt von Arcos de la Frontera

Mitte September wird der „Santísimo Cristo del Romeral“ auf der Wallfahrt von Arcos de la Frontera verehrt. Geschmückte Karren, begleitet von Pilgern zu Fuß oder zu Pferd, machen sich auf den Weg zur Wallfahrtskirche, um den Heiligen zu verehren. Anschließend findet ein geselliges Beisammensein im Pinienhain von La Plata statt.

Weihnachten

Das Weihnachtsfest stellt in der Gemeinde eines der wichtigsten Festlichkeiten im Kalender von Arcos dar. Zahlreiche Aktivitäten wie die zambombás, buñueladas oder die cabalgata (Umzug) füllen die Straßen der Stadt, die zu diesem Anlass ordentlich geschmückt wird. Die lebende Krippe der Stadt, die in Andalusien als Ereignis von touristischem Interesse eingestuft wurde, ist in der ganzen Region bekannt. Mehr als 20 Szenen aus der Zeit der Geburt Jesu bilden diese mythische Nachstellung, an der sich alle Einwohner beteiligen.

Velada (Abendveranstaltung) zu Ehren der Virgen de las Nieves

Zu Ehren der Schutzpatronin von Arcos wird jeden 5. August die „Velada de la Virgen de las Nieves“ gefeiert. Neben der Prozession der Jungfrau, die von den Dorfbewohnern begleitet wird, findet ein Fest statt, auf dem der Flamenco im Vordergrund steht.

Gastronomie

Gartengemüse

Die heutige lokale Gastronomie basiert auf dem Einfluss verschiedener Völker, die sich im Laufe der Geschichte in der Stadt niederließen und eine Vielzahl von Rezepten und unterschiedliche Kochweisen in der Region hinterlassen haben. Die äußerst vorteilhaften klimatischen Bedingungen sowie die Beschaffenheit der Anbauflächen begünstigen die Erzeugung von hochwertigem Gemüse. Typische Gerichte wie alboronía, alcauciles rellenos (gefüllte Artischocken), ajo molinero (Müllerknoblauch), Selleriesalat und Eintöpfe gehören zur Rezeptpalette von Arcos.

Kohlgerichte

Unter den Fleischerzeugnissen können die verschiedenen Arten von Schweinefleisch hervorgehoben werden. Würste und „Kohlgerichte“, die mit Zutaten wie Speck, Blutwurst und Hülsenfrüchten zubereitet werden, sind zu einem der beliebtesten Gerichte in den lokalen Küchen geworden.

Schnecken

In den richtigen Jahreszeiten stellen Wildspargel, tagarninas (Distelart), Schnecken sowie einige Wildfleischsorten eine Wahl mit Garantie dar, alles Produkte mit einzigartigem Geschmack und Aroma.

Bollo (Hefegebäck) in der Karwoche

Von den lokalen Süßspeisen sind besonders der traditionelle bollo de Semana Santa (Osterbrötchen), die pestiños (Krapfen) und das Gebäck der Schwestern des Mercedarierordens zu erwähnen.

Aktivitäten in Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera

Mayorazo-Palast

Der Mayorazo-Palast wurde im 18. Jahrhundert erbaut und weist das Wappen der Familie Núñez de Prado an seinem Giebel auf. Er beherbergt derzeit den Sitz des städtischen Kulturamts und bietet verschiedene Ausstellungsräume. Im unteren Teil des Gebäudes befinden sich die Städtische Kunstgalerie und der Andalusische Garten. Architektonisch zeichnet sich das Gebäude durch seine zwei mit Säulen versehenen Innenhöfe und seine Säle mit verzierten Holzdächern aus.

Arcos de la Frontera

Das Jesuitenkloster „Convento de los Jesuitas”

Der Jesuitenorden „Orden de los Padres Jesuitas de la Misecordia“ war für die Leitung des gleichnamigen Klosters zuständig. Der Adlige Diego de Virués stellte sein Haus für diesen Zweck zur Verfügung und übernahm die Kosten für die Gründung. Das Jesuitenkloster ging nach den Säkularisierungsmaβnahmen von 1785 durch ein Zugeständnis des Königs in die Hände des Mercedarierordens über, was zur Vertreibung der bis dahin dort ansässigen Mönche führte. Derzeit wird das Kloster als öffentliche Schule genutzt und ist als „Colegio Virgen de las Nieves“ bekannt.

Arcos de la Frontera

Die Kirche San Francisco

Die von der Herzogin von Arcos gegründete Kirche San Francisco wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts an der Stelle errichtet, an der sich einst ein dem Heiligen Antonio de Padua geweihter Tempel befand. Die Einsiedelei wurde Ende des 17. Jahrhunderts zu einer Schule der Propaganda Fide, bis das Kloster durch die Säkularisierungsmaßnahmen des Mendizábal ausgelöscht wurde und nur noch die Kirche in Betrieb war. Die Basilika hat nur ein Mittelschiff mit drei angebauten Kapellen im gotischen, flamboyanten und barocken Stil. Im Inneren können wir Elemente wie den gefliesten Sockel aus dem 17. Jahrhundert, eine Figur der Unbefleckten Empfängnis und eine weitere des Jesuskindes sowie das Relief in der Kapelle der Seelen hervorheben.

Arcos de la Frontera

Fuente del Río (Brunnen am Fluss)

Die „Fuente del Río“ (Brunnen am Fluss) ist ein altes Bauwerk von großem Wert für die Einwohner von Arcos, das 1629 durch eine Überschwemmung zerstört wurde. Im darauf folgenden Jahr wurde der Brunnen wiederhergestellt. Heute befinden sich seine Überreste im unteren Teil der Stadt und diese geben einem der Stadtteile ihren Namen.

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Die Kirche San Agustín

Die Kirche San Agustín wurde ursprünglich als Kloster „Convento de San Juan Letrán“ erbaut, das während des Baus des Klosters der Encarnación als Unterkunft für die in Klausur lebenden Novizen (Emparedadas oder Eingemauerten) diente. Obwohl sie bereits im Jahr 1539 erbaut wurde, gründete der Orden San Agustín de la Observancia das Kloster der barfüßigen Augustinermönche erst im Jahr 1586. Das Kloster konnte auf 20 Prediger zählen, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts dort Philosophie, Kunst und Grammatik unterrichteten. Zu Beginn des folgenden Jahrhunderts begann der Niedergang des Klosters als es nur noch auf 6 Mönche zählen konnte, die den Tempel nach der Säkularisierung im Jahr 1835 aufgaben.

Arcos de la Frontera

Die Wallfahrtskirche „Ermita de San Antonio Abad“

Die Wallfahrtskirche „Ermita de San Antonio Abad“ ist ein religiöser Tempel, der auf Wunsch der Mönche dieses Ordens im alten Stadtteil Zarahonda errichtet wurde, die 1681 auch die Verlegung des Oratoriums in diesen Teil der Gemeinde beantragten. So wurde der Tempel, der unter der Schirmherrschaft der Herzöge von Arcos stand, bis 1787 vom Hospitalorden von San Antonio Abad genutzt. Mitte des 20. Jahrhunderts verfiel sie zur Ruine, insbesondere nach dem Einsturz ihres Gewölbes im Jahr 1961, und wurde erst vor einigen Jahren wiederhergestellt.

Wie gelangt man nach a Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera liegt im Herzen der Provinz Cádiz und ist gut mit dem Rest der Provinz und der autonomen Gemeinschaft Andalusien verbunden.

Von Sevilla aus ist die Autobahn AP-4 der schnellste Weg dorthin.

Von Cádiz aus nimmt man am besten die AP-4 und dann die A-382.

Von Jerez de la Frontera aus ist die A-382 die kürzeste Verbindung.

Von Málaga aus nimmt man die A-357 und die Landstraße von Antequera oder die A-384.

Von Ronda aus sind die A-374 und die A-384 die schnellste Verbindung nach Arcos de la Frontera.

Von Cádiz, Jerez de la Frontera und Ronda (Málaga) aus kann man mit Bussen der Firma Comes nach Arcos de la Frontera fahren. Das Unternehmen DAMAS ist für die gleiche Strecke ab Sevilla, Cádiz, Jerez de la Frontera und Malaga zuständig. Informationen zu den Fahrplänen finden Sie unter:

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